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Landesdatenschützer: Häufung von Datenpannen im Tourismus

Nach einem Cyberangriff auf Hotel-Software und Buchungsportale melden Datenschützer vermehrt Datenpannen. Worauf Kunden jetzt achten sollten - und wann Misstrauen angesagt ist.

14.10.2026

Thüringens Landesdatenschutzbeauftragter Tino Melzer sieht eine Häufung von Datenpannen in der Hotellerie und im Tourismus. (Archivbild)Martin Schutt/dpa

Thüringens Landesdatenschutzbeauftragter Tino Melzer sieht eine Häufung von Datenpannen in der Hotellerie und im Tourismus. (Archivbild)Martin Schutt/dpa

© Martin Schutt/dpa

Wegen eines Cyberangriffs auf Hotel-Softwaredienstleister und Buchungsportale kommt es vermehrt zu Datenpannen. Es gebe im Bereich Hotellerie und Tourismus eine massive Häufung von Datenschutz-Meldungen, teilte Thüringens Landesdatenschutzbeauftragter Tino Melzer mit. Bei dem großflächigen Cyberangriff seien sensible Stamm-, Buchungs- und Zahlungsdaten von Gästen gestohlen worden, hieß es. 

„Dabei wenden sich die Betrüger mit Hilfe der erbeuteten Daten mit sogenannten Phishing-Nachrichten in Form einer E-Mail oder auch per SMS und ähnlichen Diensten vor oder nach dem Aufenthalt an Kunden, um diese mit falschen Forderungen oder anderen Erklärungen über angebliche Fehler bei der Hotelbuchung zu Zahlungen auf ein bestimmtes Konto zu bewegen“, warnte der Datenschutzbeauftragte. Er rät, misstrauisch zu werden, wenn:

  • man per E-Mail oder Kurznachricht dazu aufgefordert wird, persönliche Daten herauszugeben oder Zahlungen zu leisten.
  • Rückerstattungen oder Nachzahlungen angekündigt werden, für die angeblich die Kontodaten des Kunden benötigt werden.

Im Zweifel sollten Betroffene zunächst die offiziell bekannten Kontaktdaten des Buchungsportals oder des Hotels nutzen und sich dort informieren. Bei E-Mails, deren Absender und Herkunft nicht sicher bekannt sind, sollten keine vorgegebenen Links geöffnet werden.