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Landesamt: Abgelaufener Sommer schreibt „Wettergeschichte“

Mit Hitzerekord, extrem viel Sonne und wenig Regen erlebte Sachsen-Anhalt einen außergewöhnlichen Sommer. Wie lauten die konkreten Zahlen?

23.09.2026

Der Sommer 2026 in Sachsen-Anhalt hat Wettergeschichte geschrieben. (Symbolfoto)Frank Rumpenhorst/dpa

Der Sommer 2026 in Sachsen-Anhalt hat Wettergeschichte geschrieben. (Symbolfoto)Frank Rumpenhorst/dpa

© Frank Rumpenhorst/dpa

So heiß wie nie zuvor, deutlich zu trocken und extrem sonnig: Das Wetter der zurückliegenden Sommermonate war in Sachsen-Anhalt in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. So markiert Möckern-Drewitz im Jerichower Land seit dem 27. Juni mit 41,8 Grad Celsius den aktuellen deutschen Hitzerekord, wie das Landesamt für Umweltschutz in Halle anlässlich des kalendarischen Herbstanfangs mitteilte. 

An diesem Tag hatten demnach zehn Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zwischen Arendsee und Zeitz die 40-Grad-Marke überschritten. Erstmals seien bereits im Juni 40 Grad gemessen worden. Die Durchschnittstemperatur betrug vom 1. Juni bis 31. August 19,7 Grad, wie es hieß. Der Sommer 2026 zähle damit zu den fünf wärmsten seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. 

Rekordhitze Ende Juni

Während der Hitzewelle im Juni zählten Bernburg (Salzlandkreis) und Zeitz (Burgenlandkreis) dem Landesamt zufolge zwischen dem 18. und 30. Juni zehn heiße Tage mit Temperaturen von mehr als 30 Grad. Nachts seien die Temperaturen nicht unter 20 Grad gesunken, wie es hieß. In Zeitz seien in der Nacht des 28. Juni 26,1 Grad gemessen worden - insgesamt hätten die Menschen in Zeitz zwölf Tropennächte mit Temperaturen von mehr als 20 Grad aushalten müssen.

Sonne, Sonne, Sonne

Während des Sommers habe es zudem wenig geregnet, hieß es. Die Niederschlagsmenge betrug in Sachsen-Anhalt durchschnittlich 132 Millimeter - mit Blick auf die Referenzperiode 1961 bis 1990 wären laut Landesamt 174 Millimeter zu erwarten gewesen. Mit knapp 770 Sonnenstunden war der Sommer der fünftsonnigste seit Beginn der flächendeckenden Sonnenscheinmessungen ab 1951, wie es hieß.