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Land gibt Millionen für Medizinstudium-Kooperation

Medizinischer Nachwuchs wird seit kurzem im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit erst in Budapest und dann in Kaiserslautern ausgebildet. Das Land gibt Geld für Gebäude und Ausstattung.

06.07.2026

Die geplante Medical School in Kaiserslautern soll ein neuer Ort für die Ausbildung von Fachkräften für das Gesundheitswesen werden. (Symbolfoto)Julian Stratenschulte/dpa

Die geplante Medical School in Kaiserslautern soll ein neuer Ort für die Ausbildung von Fachkräften für das Gesundheitswesen werden. (Symbolfoto)Julian Stratenschulte/dpa

© Julian Stratenschulte/dpa

Das Land Rheinland-Pfalz will Infrastruktur für die Kooperation des Westpfalz-Klinikums mit der privaten Semmelweis-Universität in Budapest beim Medizinstudium mitfinanzieren. Es sei beabsichtigt, Fördermittel in Höhe von bis zu zwölf Millionen Euro für die geplante sogenannte Medical School Kaiserslautern zu geben, teilte das Gesundheitsministerium in Mainz mit. 

Die Schule soll Teil eines Gesundheitscampus Kaiserslautern werden, in dem außerdem Ausbildungen in Gesundheitsberufen angeboten werden sollen. „Wir schaffen hier ein zukunftsweisendes Projekt für die medizinische Versorgung, die Fachkräftesicherung und den Wissenschaftsstandort Rheinland-Pfalz“, sagte Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) nach einer Mitteilung. Es brauche mehr gut ausgebildete Fachkräfte im Gesundheitswesen, dazu leiste der Campus einen wichtigen Beitrag. 

„Zentraler Baustein“

Die Zusammenarbeit des kommunal getragenen Westpfalz-Klinikums und der Semmelweis-Universität umfasst ein Studium, das teils an der Donau, teils in Kaiserslautern - und dort an der Medical School - absolviert wird. Zunächst absolvieren Studierende drei vorklinische Studienjahre an der Uni in Budapest und kommen dann zur klinischen Ausbildung in die Pfalz. Die ersten 42 Studierenden haben zum Wintersemester 2025/26 begonnen, sie kommen voraussichtlich 2028 nach Kaiserslautern. 

„Die Medical School ist weit mehr als ein zusätzliches Studienangebot“, sagte der Ärztliche Direktor des Westpfalz-Klinikums, Karlheinz Seidl. „Sie ist ein zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit unseres Gesundheitsstandortes und ein entscheidender Impuls zur Gewinnung ärztlicher Fachkräfte im Südwesten.“