Kriselnde Karlsruher gewarnt: „Dann wird es ungemütlich“
Die sportliche Talfahrt des Karlsruher SC hält an. Der Trainer hadert nach dem 0:2 beim FC St. Pauli mit den aberkannten Treffern.
Die Karlsruher nach dem 0:2 beim FC St. Pauli. Gregor Fischer/dpa
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Die sportliche Krise des Karlsruher SC in der 2. Fußball-Bundesliga weitet sich aus. „Da helfen dir am Ende auch nur Punkte. Deswegen ist es mir egal, ob da der 6., 7. Spieltag oder der 25. ist. Du musst punkten, um dann auch das Ganze ein bisschen ruhiger gestalten zu können. Und wenn wir das nicht schaffen, dann wird es ungemütlich“, sagte der KSC-Dauerbrenner und -Kapitän Marvin Wanitzek.
Die Badener stehen nach dem 0:2 beim Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli auf dem vorletzten Tabellenrang. Unter dem neuen Trainer Maximilian Senft holte der Südwest-Club nur fünf Punkte aus den ersten sieben Partien. Die Pleite am Wochenende war die vierte Niederlage aus den vergangenen fünf Spielen. Der KSC blieb zudem im dritten Spiel in Folge torlos.
Wanitzek: Situation „absolut bewusst“
Es sei nicht schön, aktuell in dieser Tabellenregion zu stehen, bedauerte Mittelfeldspieler Wanitzek, der seit 2017 für den KSC spielt. Die Badener erlebten im Sommer viele Veränderungen im Kader. Viele junge Spieler kamen in die Verantwortung. Laut Wanitzek sei die Situation der Mannschaft „absolut bewusst“. Man komme mit dem jungen Team aber nur mit Erfolgserlebnissen da heraus. Die nötige Sicherheit würden sie auch von den erfahrenen Spielern bekommen.
Senft kritisiert Schiedsrichter-Entscheidungen
Zwei Tore der Karlsruher zählten in Hamburg nicht. Den Gästen wurde der Führungstreffer (21. Minute) aberkannt. „Aus meiner Sicht ein ganz klar korrektes Tor“, sagte Trainer Senft nach dem wegen eines Fouls aberkannten Treffers nach einem Eckball. „Also wenn dieser Stoß ein Foul ist, dann gibt es keine Eckballtore mehr in der Liga“, kritisierte Senft. Auch mit dem Freistoß für St. Pauli vor dem 0:2 zeigte er sich nicht einverstanden. „Das ist schon eine sehr bittere Pille für uns, aber muss man so hinnehmen.“
Senft zeigte auch Unverständnis über das zweite nicht gegebene Tor (83.), das wegen Abseits nach VAR-Überprüfung annulliert wurde. Der Ball sei von einem gegnerischen Spieler gekommen, bemängelte er. „So sind Situationen im Fußball. Wenn es nicht läuft, dann kommen solche Spiele dazu“, sagte er.
In der kommenden Woche empfängt der KSC am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) Darmstadt 98. Die Hessen sind nach ihrem schwachen Saisonstart nur zwei Punkte von den Badenern entfernt.