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Kreis hebt Abkochempfehlung für Wasser in einigen Orten auf

Im Osten des Landkreises Märkisch-Oderland sind Bakterien im Trinkwasser gefunden worden. In einigen Ortschaften werden die Grenzwerte jedoch wieder unterschritten.

07.09.2026

Der Kreis empfahl einigen Bürgern, ihr Wasser abzukochen. (Symbolbild)Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der Kreis empfahl einigen Bürgern, ihr Wasser abzukochen. (Symbolbild)Karl-Josef Hildenbrand/dpa

© Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der Landkreis Märkisch-Oderland hat die Empfehlung zum Abkochen von Leitungswasser in manchen Kommunen aufgehoben. Die Proben hätten ergeben, dass „für den Parameter coliforme Bakterien im Trinkwassernetz folgender Ortschaften keine Überschreitungen mehr bestehen“, teilte die Kreisverwaltung mit. Zu den Orten zählen unter anderem Werbig, Neuwerbig, Altlangsow und Zechin.

In anderen Kommunen bleibt das Abkochgebot bestehen. Dazu zählen etwa die Ortschaften Küstrin-Kietz, Podelzig, Alt Tucheband und Hackenow. Der Kreis hatte vor Tagen wegen des Fundes coliformer Bakterien im Trinkwasser das Abkochgebot herausgegeben. Coliforme Bakterien bedeuteten nicht zwangsläufig, dass Krankheitserreger im Trinkwasser vorhanden seien, wiesen aber auf eine mögliche mikrobiologische Beeinträchtigung hin, teilte der Kreis mit. 

Coliforme Bakterien können unter anderem Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen oder Durchfall verursachen. Zum Schutz der Bevölkerung empfiehlt das Gesundheitsamt, vorerst Leitungswasser nur abgekocht zu trinken und für die Zubereitung von Nahrung, zum Zähneputzen und zum Reinigen offener Wunden sowie Kontakt mit Schleimhäuten nur abgekochtes Leitungswasser zu nehmen. Ältere Bürger, Säuglinge, Kinder und Schwangere sollten nicht duschen. Derzeit werde die Ursache des Nachweises der Keime untersucht. Der Wasserversorger habe mit umfangreichen Netzspülmaßnahmen begonnen.