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Krause übernimmt bei Südwestmetall – Fokus auf Tarifrunde

Mitten in der Vorbereitung auf die Tarifrunde übernimmt Peter Sebastian Krause das Steuer bei Südwestmetall. Welche Schwerpunkte setzt der Jurist für die Schlüsselbranche im Südwesten?

15.01.2026

In der Metall- und Elektroindustrie gibt es an der Spitze der Arbeitgeber einen Wechsel. (Symbolbild) Markus Lenhardt/dpa

In der Metall- und Elektroindustrie gibt es an der Spitze der Arbeitgeber einen Wechsel. (Symbolbild) Markus Lenhardt/dpa

© Markus Lenhardt/dpa

Der Arbeitgeberverband Südwestmetall hat einen neuen Vorsitzenden: Peter Sebastian Krause übernahm den Posten von dem 69 Jahre alten Joachim Schulz, der nach knapp vier Jahren seinen Rücktritt erklärte, wie der Verband in Stuttgart mitteilte. Die Metall- und Elektroindustrie mit ihren rund 944.000 Beschäftigten ist eine der Schlüsselbranchen im Südwesten.

Krause ist von Haus aus Jurist. Er gehört dem Vorstand von Südwestmetall bereits seit 2010 an. Seit 2022 ist er stellvertretender Vorsitzender des Verbands. Zuletzt war er als Vorstandsmitglied für Personal und Arbeitsdirektor der Rheinmetall AG tätig. Schulz hatte bereits bei seiner Wiederwahl im Juni 2024 erklärt, dass aus persönlichen Gründen die 2026 endende zweijährige Amtsperiode seine letzte sein würde.

Peter Sebastian Krause ist neuer Südwestmetall-Chef.Südwestmetall/dpa

Peter Sebastian Krause ist neuer Südwestmetall-Chef.Südwestmetall/dpa

© Südwestmetall/dpa

Der um einige Monate vorgezogene Wechsel im Vorsitz, so Schulz, schaffe nun die Voraussetzung, dass in der Vorbereitungsphase der für den Herbst anstehenden Tarifrunde Kontinuität herrsche. Die Branche stehe vor enormen Herausforderungen. Dieser Tarifrunde komme daher eine ganz besondere Bedeutung zu.

Krause kündigte an, einen Schwerpunkt seiner Arbeit auf die Tarifpolitik legen zu wollen: „Wir müssen einen Rahmen schaffen, der die Unternehmen noch besser dabei unterstützt, die Transformation erfolgreich zu bewältigen.“ Der Erfolg der Tarifpolitik müsse sich daran messen lassen, ob es gelinge, den Arbeitsplatzabbau zu bremsen und am Standort Deutschland wieder mehr zu investieren.