Krankenkasse: Mehr Kreislaufprobleme bei Hitzewelle im Juni
Die Hitze im Juni dürfte vielen Menschen schwer zugesetzt haben. Eine Krankenkasse stellt nun fest: Es gab sogar mehr Krankmeldungen wegen Schwierigkeiten mit dem Kreislauf.
Die Hitzewelle im Juni hat laut Barmer für mehr Krankmeldungen im Juni gesorgt - wegen Kreislaufproblemen. (Symbolbild)Jens Büttner/dpa
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Während der Hitzewelle im Juni mit ihren Rekordtemperaturen haben sich in Niedersachsen mehr Menschen mit Kreislaufproblemen krankgemeldet. Etwa am 26. Juni sei der Krankenstand der eigenen Versicherten auf 0,28 Prozent hochgeschnellt - das sei der höchste Tageswert seit 2019, teilte die Barmer mit. Das bedeutet, dass an dem Tag rechnerisch rund 28 von 10.000 Versicherten wegen einer Erkrankung des Kreislaufsystems arbeitsunfähig gemeldet waren.
Dieser Wert liegt laut Krankenkasse um etwa 25 Prozent über dem Niveau des durchschnittlichen Krankenstands wegen Kreislauferkrankungen im Juni. Anfang Juli normalisierte sich der Krankenstand. In die Analyse flossen den Angaben zufolge die Daten von 306.000 Versicherten der Barmer im Alter von 15 bis 64 Jahren ein. Die Kasse hat in Niedersachsen rund 760.000 Versicherte.
Risiko wächst ab etwa 30 Grad
„Schon ab Temperaturen von etwa 30 Grad steigt das Risiko für akute Kreislaufprobleme“, erklärte Heike Sander, die Landeschefin der Barmer in Niedersachsen. „Das Herz wird stärker beansprucht, geweitete Gefäße können den Blutdruck sinken lassen. Insbesondere für ältere oder vorerkrankte Menschen sind extreme Temperaturen deshalb belastend.“ Größere Anstrengungen, Flüssigkeitsmangel und direkte Sonneneinwirkung sollten unbedingt vermieden werden.
Der deutliche Anstieg zeige auch, dass Extremwetter und seine Auswirkungen auf die Gesundheit auch künftig eine Herausforderung in der Arbeitswelt seien. Die Krankenversicherung forderte Schutzmaßnahmen, um die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten zu erhalten.