Kommunen in Sachsen-Anhalt holen bei Jahresabschlüssen auf
Schwimmbad, Kindergarten, Straßenbau - bei der Finanzierung dieser Aufgaben sind die Kommunen beteiligt. Die Ausgaben müssen genau dokumentiert werden. In Sachsen-Anhalt gibt es da noch Aufholbedarf.
Mit der Bilanz sollen Einnahmen, Ausgaben und Vermögen dokumentiert werden. (Symbolbild)Monika Skolimowska/dpa
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Sachsen-Anhalts Kommunen haben bei der Erstellung von Jahresabschlüssen Rückstände aufgeholt. Nach Angaben des Innenministeriums haben inzwischen 197 Kommunen den Jahresabschluss für das Haushaltsjahr 2023 dem Rechnungsprüfungsamt vorgelegt oder beschlossen. Das entspreche etwa 80 Prozent, sagte ein Sprecher auf Anfrage.
Weiterhin hätten 157 Kommunen auch den Jahresabschluss für das Haushaltsjahr 2024 vorgelegt oder beschlossen. Die Quote liegt bei 64 Prozent. „Damit befindet sich nunmehr die überwiegende Mehrheit der Kommunen in Sachsen-Anhalt auf einem sehr guten Weg, um den verbliebenen Rückstand bei den Jahresabschlüssen vollständig aufzuholen“, sagte der Sprecher des Innenministeriums.
Große Unterschiede in den Landkreisen
In der Vergangenheit waren viele Städte und Gemeinden bei der Erstellung der Jahresabschlüsse in Rückstand geraten. Seit dem Jahr 2013 müssen die Kommunen ihre Haushalte nach einem anderen System aufstellen. Für die sogenannte doppische Haushaltsführung muss eine Eröffnungsbilanz erstellt werden, die jährlich fortgeschrieben wird. In diesem Rahmen sind Jahresabschlüsse vorzulegen. Mit der Bilanz sollen Einnahmen, Ausgaben und Vermögen dokumentiert werden.
Trotz des Aufholprozesse gibt es weiterhin Regionen, in denen die Rückstände groß sind. Im Salzlandkreis etwa hat erst ein Viertel der Kommunen den Jahresabschluss 2024 vorgelegt, im Saalekreis beträgt die Quote 41 Prozent. Dagegen liegen die Abschlüsse der Jahre 2023 und 2024 im Landkreis Mansfeld-Südharz vollständig vor.