dpa

Knapp 480 Schulen trainieren Krisenverhalten am Warntag

Mehr als jede zweite Schule im Land macht beim Warntag mit. Was Schülerinnen und Schüler dabei über Krisen und Notfälle lernen sollen.

08.09.2026

Mit einem Aktionstag an den Schulen wollen Land, Feuerwehr und DRK den Umgang von Schülerinnen und Schülern mit Krisen- und Notfallsituationen stärken.Marcus Brandt/dpa

Mit einem Aktionstag an den Schulen wollen Land, Feuerwehr und DRK den Umgang von Schülerinnen und Schülern mit Krisen- und Notfallsituationen stärken.Marcus Brandt/dpa

© Marcus Brandt/dpa

Mit einem Aktionstag wollen Land, Schulen, Feuerwehr und Rotes Kreuz (DRK) am bundesweiten Warntag am Donnerstag das Verhalten von Schülerinnen und Schülern in Krisen- und Notfällen stärken. „Wer regelmäßig trainiert, kann in einer Krisensituation besser reagieren“, sagte Innenministerin Magdalena Finke (CDU) nach einer Sitzung des Kabinetts. „Je öfter wir uns mit diesen wichtigen Themen auch im Alltag auseinandersetzen, desto mehr Routine entwickeln wir.“

Am Aktionstag beteiligen sich nach Angaben von Bildungsministerin Dorit Stenke (CDU) 477 Schulen und damit mehr als jede zweite Schule im Norden. Feuerwehren und das DRK unterstützen diese bei Aktionen. „Kinder und Jugendliche sollen in einer Notlage nicht erst überlegen müssen, was zu tun ist“, sagte Stenke. „Sie sollen wissen, wo sie verlässliche Informationen bekommen, wie sie sich selbst schützen und wie sie anderen helfen können.“

Im Mittelpunkt des Aktionstages stehen altersgerechte praktische Erfahrungen – von Erster Hilfe und dem Verhalten bei Unwetter oder Kommunikationsausfall über Naturgefahren bis zum Umgang mit Desinformation.

Regelmäßiger Warntag

Der gemeinsame Warntag von Bund, Ländern und Kommunen dient der Erprobung der Warnsysteme. Er findet seit 2020 regelmäßig statt zum Test des Zusammenspiels von Warnsystemen in Deutschland – von der zentralen Auslösung bis zur Warnung auf den verschiedenen Endgeräten.

DRK-Abteilungsleiter Benjamin Hussong betonte, am 10. September werde die Organisation in knapp 40 Schulen mit Mitmachstationen Informationen zur Ersten Hilfe, zum Verhalten bei Hochwasser oder Stromausfall geben. „Weitere Aktionen in Schulen werden noch in diesem Jahr folgen.“

Landesbrandmeister Jörg Nero erklärte, „je mehr Menschen sich in 
Schleswig-Holstein mit Bevorratung und Selbstvorsorge beschäftigen, die verschiedenen Sirenentöne kennen und wissen, wie sie sich im Notfall verhalten müssen, desto größer ist die Entlastung für unsere Einsatzkräfte“.

Die Landesregierung will prüfen, wie der Aktionstag insbesondere in der 6. Jahrgangsstufe regelmäßig und gemeinsam mit Hilfsorganisationen 
verankert werden kann.