Klopps scherzhafte und auch ernste Botschaft an Kimmich
Der Kapitän fehlt bei den Länderspielen drei und vier unter Jürgen Klopp. Obwohl Joshua Kimmich gerne geblieben wäre. Der Bundestrainer begründet sein Handeln.
Knirscht es? Joshua Kimmich (l) und Jürgen Klopp nach dem verlorenen Spiel gegen Griechenland. (Archivbild)Federico Gambarini/dpa
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Jürgen Klopp hat sich vor dem Heimspiel gegen Serbien in die Diskussion um den Verzicht auf Kapitän Joshua Kimmich nach den ersten beiden Partien der Fußball-Nationalmannschaft eingeschaltet. Der Mittelfeldspieler des FC Bayern gehört nicht mehr dem zweiten Kader für die Partien am Abend in der Münchner Arena sowie am kommenden Sonntag in Griechenland an.
Kimmich hatte nach dem 0:1 gegen die Griechen am vergangenen Sonntag in Augsburg gesagt, dass er bis zum Ende gehofft habe, doch beim Team bleiben zu können. „Er hat tatsächlich ein paar Mal nachgefragt“, sagte Klopp im BR24-Interview. Der Bundestrainer schob mit einem Grinsen nach: „Aber da kann ich Jo sagen, je öfter man fragt, desto weniger wahrscheinlich bekommt man das, was man will.“
Klopp über Beziehung zu Kimmich: „Es ist alles gut“
Klopp äußerte sich grundsätzlich positiv über Kimmichs Auftreten und Leistung in der ersten Länderspielwoche. „Er hat einen großartigen Eindruck gemacht und ist ein toller Kapitän. Es ist alles gut“, sagte der 59-Jährige. Er habe mit seinem Trainerteam aber „jetzt diesen Schnitt“ beim Kader machen wollen.
„Ich will diese Jungs auch mal sehen, wenn die Platzhirsche nicht da sind“, sagte Klopp mit Blick auf Neulinge wie Vitaly Janelt vom FC Brentford. Klopp will sich in seiner ersten Phase als Bundestrainer wappnen für die Zukunft, falls er zum Beispiel auf Verletzungen reagieren müsse. „Das tun wir gerade.“
Klopp richtete im Bayerischen Rundfunk auch noch eine scherzhaft gemeinte Botschaft an Kimmich: „Die Familie Kimmich hat jetzt Familienurlaub. Ich hoffe, er macht den auch, um ehrlich zu sein.“
Im ZDF sagte Klopp später noch über die Kimmich-Entscheidung: „Es ist überhaupt nicht gegen ihn. Dass er so unbedingt dabeibleiben wollte, das zeichnet ihn aus. Ich wollte ihm gar keine Message senden.“