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Klöckner: Verteidigung jüdischen Lebens Aufgabe für alle

Jüdische Kultur ist in Deutschland tief verwurzelt. Zum 40. Mal wollen in München Kulturtage diesen Reichtum würdigen. Für Bundestagspräsidentin Klöckner ein Anlass zu Mahnung und Hoffnung.

29.10.2026

Klöckner: Jüdische Kultur ist unverzichtbarer Teil unserer gemeinsamen Kultur.Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Klöckner: Jüdische Kultur ist unverzichtbarer Teil unserer gemeinsamen Kultur.Karl-Josef Hildenbrand/dpa

© Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner sieht beim Engagement für jüdisches Leben in Deutschland die gesamte Gesellschaft in der Pflicht. „Die Verteidigung jüdischen Lebens ist keine Aufgabe allein der jüdischen Gemeinschaft. Sie geht uns alle an“, sagte die CDU-Politikerin in München.

Eine besondere Rolle komme dabei der Kultur zu: „Die jüdische Kultur ist ein uralter, selbstverständlicher und unverzichtbarer Teil unserer gemeinsamen Kultur“, sagte Klöckner zur Eröffnung der 40. Jüdischen Kulturtage München. „Sie gehört zu unserer Geschichte, zu unserer Gegenwart - sie gehört in unsere Mitte.“

Die Bundestagspräsidentin mahnte: „Wir schulden jüdischem Leben nicht nur Erinnerung. Wir schulden ihm Gegenwart. Und vor allen Dingen schulden wir uns allen gemeinsam die Zukunft.“

Lebenswerk von Charlotte Knobloch

Die Kulturtage bieten bis Ende November zahlreiche Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen, Filme und Gespräche. Sie wollen Einblicke in die Vielfalt der jüdischen Kultur und Tradition geben.

Klöckner würdigte besonders die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, zu deren 94. Geburtstag: Vor Knoblochs Lebensleistung verneige sie sich mit großem Respekt und Dank, sagte die Bundestagspräsidentin.