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Klinik in Bruckmühl stellt nach Auflagen Insolvenzantrag

Dokumentationsmängel, Probleme bei Hygiene und Wundversorgung: Die Rehaklinik Bruckmühl stand wegen verschiedener Missstände unter Aufsicht. Nach neuen Auflagen folgt nun ein weiterer Schritt.

27.10.2026

Die Rehaklinik in Bruckmühl ist in Zahlungsschwierigkeiten. (Archivbild)Uwe Lein/dpa

Die Rehaklinik in Bruckmühl ist in Zahlungsschwierigkeiten. (Archivbild)Uwe Lein/dpa

© Uwe Lein/dpa

Die wegen Missständen in die Kritik geratene Geriatrische Rehaklinik Bruckmühl hat nach der Anordnung behördlicher Auflagen einen Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Rosenheim teilte mit, dass aufgrund des Antrags des Unternehmens der Münchner Rechtsanwalt Michael Verken zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden sei. Mehrere Medien hatten berichtet.

Das Landratsamt Rosenheim hatte zunächst ein Verfahren zum Widerruf der Konzession eingeleitet. Grund waren überwiegend Mängel im Dokumentationsmanagement, aber auch einzelne Mängel in der Basishygiene, der Wundversorgung und der Patientenlagerung. Nachdem Anfang Oktober das Gesundheitsamt die Klinik abermals überprüft hatte, wurde das Verfahren zunächst ruhen gelassen.

Landratsamt reduzierte die Bettenzahl deutlich

Die erheblichen Mängel im Dokumentationsmanagement seien teilweise behoben worden, es bestehe aber weiterhin deutlicher Verbesserungsbedarf, berichtete die Kreisbehörde nach der erneuten Kontrolle. Um die weiteren Auflagen zu verfüllen, wollte das Landratsamt der Klinik noch Zeit geben.

Für die Zwischenzeit wurde allerdings angeordnet, dass die Klinik nur 30 Betten belegen darf. Ausgelegt ist die Einrichtung auf doppelt so viele Patienten. Erst ab Januar 2027 sollte das Haus eine Erhöhung der Bettenzahl beantragen können. Nach den Medienberichten war die Begrenzung der Bettenzahl der wesentliche Grund für die Zahlungsschwierigkeiten der Klinik.