Kita-Elternbeirat gewählt - sehr niedrige Wahlbeteiligung
Die Kita-Landeselternvertretung soll Interessen von Familien mit Kita-Kindern vertreten. Nun wurde das Gremium neu gewählt. Warum die Wahlbeteiligung laut Grünen-Opposition eine „Vollkatastrophe“ war.
Das Gremium soll die Interessen der Eltern von Kita-Kindern vertreten - etwa bei politischen Entscheidungen. (Symbolbild) Andreas Arnold/dpa
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Mütter und Väter von Kita-Kindern in Hessen haben eine neue Landeselternvertretung. Das 14-köpfige Gremium hat sich aus den Reihen von Delegierten konstituiert und vertritt die Interessen der Eltern von Kita-Kindern und Kindern in der Tagespflege, wie das Sozialministerium mitteilte.
Die Beteiligung an der Delegiertenwahl fiel äußerst niedrig aus. Insgesamt hatten sich den Angaben zufolge 1.160 Wählerinnen und Wähler registrieren lassen, von denen 644 ihre Stimme abgaben.
Mit Blick auf 250.000 Eltern sei die Beteiligung eine „Vollkatastrophe“, erklärte der Grünen-Landtagsabgeordnete Felix Martin in Wiesbaden. Grund für das Scheitern sei die Entscheidung der Landesregierung, die Wahlorganisation vom Ministerium vollständig auf die Landeselternvertretung selbst zu übertragen - wo es nicht die erforderlichen Kapazitäten gebe.
Sozialministerin Heike Hofmann (SPD) sah den Grund in der geringen Bekanntheit der Landeselternvertretung. Das Land werde das Gremium unterstützen und etwa eine Kommunikationsplattform für bessere und gezieltere Informationen bereitstellen. Die Landeselternvertretung (LEV) war 2023 erstmals gewählt worden und soll als Bindeglied zwischen Elternschaft und Politik dienen.