Kita-Beiträge sinken im Saarland weiter
Ab August zahlen Eltern im Saarland nur noch 2,5 Prozent der Kita-Personalkosten. Ab 2027 sollen die Beiträge ganz entfallen.
Zum 1. Januar 2027 schafft die Saar-Landesregierung die Kita-Elternbeiträge ganz ab. (Symbolbild)Friso Gentsch/dpa
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Im Saarland sinken zum 1. August die Kita-Gebühren weiter: Der gesetzliche Elternanteil an den Personalkosten beträgt dann nur noch 2,5 Prozent statt 5 Prozent, wie das Bildungsministerium mitteilte. Zum 1. Januar 2027 will die Landesregierung die Kita-Elternbeiträge vollständig abschaffen.
„Die Abschaffung der Kita-Beiträge ist die größte Netto-Lohnerhöhung, die viele Familien im Saarland je bekommen haben“, teilte die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) mit.
Seit August 2023 wird der gesetzliche Elternanteil der Kita-Personalkosten in jedem neuen Kita-Jahr schrittweise gesenkt. Mit der Senkung auf 2,5 Prozent zum 1. August erreiche das Saarland nun die letzte Zwischenstufe.
Die Kita-Elternbeiträge entsprechen einem gesetzlich festgelegten Anteil an den Personalkosten der Einrichtungen. Mit jeder Absenkung übernimmt das Land einen größeren Teil dieser Kosten.
Was eine Familie mit zwei Kindern einspart
„Mit ihrem schrittweisen Abbau geben wir Eltern mehr Freiheit bei der Gestaltung ihres Familien- und Berufslebens und sorgen dafür, dass frühkindliche Bildung allen Kindern uneingeschränkt offensteht“, teilte Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) mit.
Zur Entlastung von Familien gab das Ministerium ein konkretes Beispiel: Für eine Familie aus dem Regionalverband Saarbrücken mit zwei Kindern, von denen eines einen Ganztagsplatz in der Krippe und das andere einen Ganztagsplatz im Kindergarten besucht, bedeute die vollständige Beitragsfreiheit eine jährliche Ersparnis von rund 3.300 Euro gegenüber dem Jahr 2021.