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Keine Branche in Sachsen 2025 mit mehr Arbeitszeit

Das Baugewerbe in Sachsen schuftet noch am meisten, doch auch hier schrumpft die Arbeitszeit. Wie Teilzeit und Nebenjobs den Trend bestimmen, zeigt die neue Statistik.

26.03.2026

In Sachsen war auch 2025 das Baugewerbe mit 1.514 Stunden die Branche mit der längsten Pro-Kopf-Arbeitszeit. (Symbolbild)Rolf Vennenbernd/dpa

In Sachsen war auch 2025 das Baugewerbe mit 1.514 Stunden die Branche mit der längsten Pro-Kopf-Arbeitszeit. (Symbolbild)Rolf Vennenbernd/dpa

© Rolf Vennenbernd/dpa

Mehr Teilzeit, weniger Vollzeit: In Sachsen sinken Arbeitszeit und Arbeitsvolumen der Erwerbstätigen weiter. Nach vorläufigen Berechnungen wurden von rund 2,05 Millionen Erwerbstätigen im vergangenen Jahr im Freistaat rund 2,76 Milliarden Arbeitsstunden geleistet, wie das Statistische Landesamt in Kamenz mitteilte. 

Im Vergleich zu 2024 fiel der Rückgang beim Arbeitsvolumen mit minus 1,2 Prozent damit deutlich stärker aus als die Verluste bei der Zahl der Erwerbstätigen mit minus 0,7 Prozent. Auch die durchschnittliche Arbeitszeit je Erwerbstätigen sank laut der Statistiker auf 1.349 Stunden. Das waren sechs Stunden beziehungsweise 0,4 Prozent weniger als 2024. 

Langfristig zeigt sich eine klare Tendenz: Seit 2015 stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 2,4 Prozent, während das Arbeitsvolumen in diesem Zeitraum um 5,3 Prozent zurückging. Die durchschnittliche Pro-Kopf-Arbeitszeit verringerte sich um 110 Stunden beziehungsweise 7,5 Prozent. Hauptursache ist den Angaben zufolge der zunehmende Anteil von Teilzeit- und Nebentätigkeiten, der die Rückgänge bei Vollzeitstellen nicht ausgleichen kann.

Meisten Pro-Kopf-Arbeitsstunden am Bau

Die meisten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen wurden im vergangenen Jahr in Sachsen im Baugewerbe geleistet: 1.514 Stunden pro Kopf. Gleichzeitig verzeichnete die Branche mit minus 1,6 Prozent oder 25 Stunden je Erwerbstätigen den stärksten Rückgang bei der Pro-Kopf-Arbeitszeit im Vergleich zum Jahr zuvor.

Zwischen den Branchen bestehen weiterhin deutliche Unterschiede: Im produzierenden Gewerbe lag die durchschnittliche Arbeitszeit bei 1.439 Stunden (–0,6 Prozent), im Dienstleistungsbereich bei 1.317 Stunden (–0,4 Prozent). Die geringste Pro-Kopf-Arbeitszeit entfiel mit 1.312 Stunden auf das Grundstücks- und Wohnungswesen sowie Finanz- und Unternehmensdienstleistungen.

Einen Anstieg der durchschnittlichen Arbeitszeit habe es 2025 in keiner Branche gegeben, hieß es weiter.