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Kaum Platz mehr in Wohnheimen für Studierende

Die Unterkünfte sind gefragt. Auch zum Start der Vorlesungen suchen Studierende noch nach Unterkünften. Warum sie aber Hoffnung haben können.

20.10.2026

Viele Wohnheimplätze sind vergeben.Sina Schuldt/dpa

Viele Wohnheimplätze sind vergeben.Sina Schuldt/dpa

© Sina Schuldt/dpa

Wohnheimplätze für Studierende in Niedersachsen und Bremen sind zum Start der Vorlesungen erneut nahezu komplett vergeben. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter Studierendenwerken hervor. Für Studierende, die noch keine Bleibe gefunden haben, gebe es aber weiterhin Grund zur Hoffnung.

Derzeit keine freien Plätze mehr gibt es etwa in Bremen, Göttingen oder Osnabrück. Auch vom Studentenwerk Hannover heißt es: „Die Nachfrage nach günstigem studentischen Wohnraum in Hannover ist hoch und übersteigt unser Angebot deutlich.“

In Oldenburg gibt es nach Angaben des Studierendenwerkes nur noch Restplätze. Auch im Osten Niedersachsens, etwa Braunschweig, Clausthal-Zellerfeld oder Wolfsburg gibt es noch einige Plätze. Wohnungen in Studierendenunterkünften sind nach Angaben der Betreiber häufig günstiger als privat vermietete Wohnungen.

Dringende Suchen enden meist erfolgreich

An vielen Universitäten hat die Vorlesungszeit Mitte Oktober begonnen, etwa in Osnabrück oder Bremen. Braunschweig folgte diese Woche, zum Ende des Monats dann auch Göttingen. Wer dringend eine Wohnung suche, finde allerdings in der Regel auch eine Unterkunft - „auch wenn diese möglicherweise zunächst nur eine Übergangslösung darstellt“, heißt es etwa vom Studentenwerk Osnabrück.

Eine Sprecherin sagte zudem: „Erfahrungsgemäß werden in den kommenden Monaten wieder Wohnplätze frei, sodass sich die Chancen auf einen Platz im Laufe des Semesters häufig verbessern.“ Gerade zum Semesterbeginn verändere sich die Warteliste ständig, teilte das Studentenwerk Ostniedersachsen mit.

Auch weitere Angebote wie örtliche Hochschulinitiativen können eine Möglichkeit sein. „Auch private Zwischenlösungen, WG-Angebote oder Plattformen wie das Schwarze Brett helfen häufig weiter“, hieß es aus Ostniedersachsen. Das Studentenwerk Hannover empfiehlt, dabei auch das Umland einzubeziehen.

Angespannter Wohnungsmarkt

Nichtsdestotrotz ist die Lage auf dem Wohnungsmarkt für Studierende alles andere als rosig - auch in Regionen mit noch freien Wohnheimplätzen. So etwa im Nordwesten in Oldenburg, Emden oder Wilhelmshaven. Zwar gebe es in dem Gebiet noch freie Plätze, das bedeute aber nicht, dass alle Erstsemester eine Wohnsituation nach ihrem Wunsch haben, teilte das Studierendenwerk Oldenburg mit. „Wir wissen, dass viele Studierende im Nordwesten teils auch längere Pendelstrecken in Kauf nehmen, wenn sie keine passende Wohnung finden“, sagte eine Sprecherin.

Nicht immer passe der verfügbare Wohnraum zu den Anforderungen der Studierenden, hieß es vom Studentenwerk Ostniedersachsen. Trotz freier Wohnungen in einigen Städten seien daher die Wartelisten gefüllt. Gründe dafür können den Angaben nach der Preis einer Wohnung, die Wohnform oder die Lage sein.

Bewerbungen jahrelang im Voraus sinnvoll

Dabei sei eine feste Bleibe gerade für Studienanfänger und internationale Studierende wichtig, „um im Hochschulleben anzukommen“, heißt es vom Studentenwerk Hannover. Erstsemester für Bachelor-Studiengänge würden daher dort zum Wintersemester bevorzugt.

In Göttingen waren zuletzt Mitte September noch mehr als 2.000 Bewerbungen offen - zum Teil noch für Erstsemester aus dem vergangenen Jahr. Für kommende Jahre lägen auch bereits erste Bewerbungen vor. Das Studierendenwerk empfiehlt das ausdrücklich, da es zu einer günstigen Wartelistenposition verhelfen könne.

In Bremen und Bremerhaven liegt die Wartezeit laut dem Studierendenwerk im Schnitt bei 14 Monaten für einen der mehr als 2.000 Wohnheimplätze. Auf den Wartelisten stünden allerdings auch teilweise noch Menschen, die keine Wohnung mehr benötigen, weil sie anderweitig fündig geworden sind oder sich für eine andere Hochschule entschieden haben.

Wohnheimplätze sind nur noch schwer zu bekommen. Sina Schuldt/dpa

Wohnheimplätze sind nur noch schwer zu bekommen. Sina Schuldt/dpa

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Wohnheimplätze sind rar. (Archivbild)Holger Hollemann/dpa

Wohnheimplätze sind rar. (Archivbild)Holger Hollemann/dpa

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Zum Start der Vorlesungen sind Wohnheimplätze rar.Sina Schuldt/dpa

Zum Start der Vorlesungen sind Wohnheimplätze rar.Sina Schuldt/dpa

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