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Kalter Winter hilft Thüringens Bienen – Sorgen bleiben

Warum der kalte Winter für die tierischen Honigproduzenten gar nicht so schlecht war und welchen Herausforderungen sich die Insekten in diesem Jahr stellen müssen.

14.03.2026

Die Pollen, die die Bienen nun sammeln, sollen vor allem auch den Nachwuchs ernähren. (Symbolbild)Frank Rumpenhorst/dpa

Die Pollen, die die Bienen nun sammeln, sollen vor allem auch den Nachwuchs ernähren. (Symbolbild)Frank Rumpenhorst/dpa

© Frank Rumpenhorst/dpa

Thüringens Imker sind beim Blick auf das Jahr vorsichtig optimistisch. Durch den frostigen Winter mit Schnee seien die Bienen in der kalten Jahreszeit gut zur Ruhe gekommen. So hätten sie sich nicht an große Schwankungen der Außentemperaturen anpassen müssen, erklärt die stellvertretende Vorsitzende des Landesverbands Thüringer Imker, Heidrun Schmidt.

Gleichzeitig sei der vergleichsweise frühe Start der Natur ins Frühjahr für die Bienen ein „zweischneidiges Schwert“: „Die Völker bauen sich jetzt stark auf, wenn dann aber eine Kälteperiode kommt, muss man schauen, was davon übrigbleibt“, sagt Schmidt. Sie erinnerte an den starken Frost vor zwei Jahren, der zu erheblichen Schäden etwa an den Blüten von Obstbäumen geführt hatte. 

Salweide bietet Leckerbissen für Bienen-Nachwuchs

Vor allem die Salweide mit ihren flauschigen Weidenkätzchen biete den Bienen im Vorfrühling eine wichtige Nahrungsquelle. „Dort sammeln sie nun den Pollen, das sieht man an den „Höschen“ an den Bienenbeinen.“ Der eiweißhaltige Pollen sei auch wichtig für den Nachwuchs der Insekten, so Schmidt weiter. In den Stöcken werde gerade die nächste Generation aufgebaut.

Größere Völkerverluste über den Winter sind Schmidt bisher unter den Verbandsmitgliedern nicht bekanntgeworden. Oft sei der ausschlaggebende Faktor, wie hoch der Milbendruck in der jeweiligen Region sei. Die winzige Varroa-Milbe bereitet Imkern schon seit Jahren Kopfschmerzen: Sie saugt etwa den Bienen-Nachwuchs aus und kann für gestreifte Insekten gefährliche Viren und Bakterien übertragen. Züchtungen sollen die Honigbiene resistenter gegenüber der Milbe machen.

Die Zahl der Vollerwerbsimker in Thüringen schätzt Schmidt auf 10 bis 15. Das Geschäft werde immer schwieriger, auch weil wirtschaftlicher Druck durch Honigimporte steige. Etwa 3.000 vor allem Hobby- Imker seien im Landesverband organisiert. Daten der Tierseuchenkassen zeigten aber, dass es noch deutlich mehr Imker in Thüringen gebe.