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Känguru weiter auf der Flucht

Mehrere Kängurus suchen in der Pfalz das Weite - eins der Beuteltiere wird noch vermisst. Die Polizei hat für das Einfangen eine Empfehlung.

19.02.2026

Die Polizei appelliert, das Tier - hier ein Symbolbild - nicht selbstständig einzufangen, sondern die Behörden zu informieren. (Symbolbild)Fabian Sommer/dpa

Die Polizei appelliert, das Tier - hier ein Symbolbild - nicht selbstständig einzufangen, sondern die Behörden zu informieren. (Symbolbild)Fabian Sommer/dpa

© Fabian Sommer/dpa

Nach der Flucht mehrerer Kängurus von einer Farm in der Pfalz suchen die Behörden weiter nach einem der Beuteltiere. „Wir haben das Tier schon einmal mit dem Betäubungspfeil getroffen“, sagte ein Sprecher des Ordnungsamts der Verbandsgemeinde Otterbach/Otterberg der Deutschen Presse-Agentur. „Allerdings scheint die Betäubung nicht ganz so angesprochen zu haben, das Tier ist geflüchtet.“

Letzter Sichtungspunkt sei zwischen Morlautern und Otterbach gewesen. „Die Hinweise waren durchaus schon hilfreich. Dadurch hatten wir die Option, das Tier erstmals antreffen und erste Betäubungsversuche durchführen zu können“, sagte der Sprecher. Zuständig dafür sei das Veterinäramt der Kreisverwaltung Kaiserslautern. „Der zuständige Veterinär verfügt über die entsprechende Waffenerlaubnis und das Narkosemittel.“

„Kängurus hier bei uns in Otterbach“

Laut Harald Westrich, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg sind die Tiere eher Fluchttiere. „Das heißt, wenn sich jemand genähert hat, sind sie weggesprungen“, sagte er. „Im ersten Moment konnte ich es gar nicht glauben, Kängurus hier bei uns in Otterbach.“

Das letzte verbliebene Känguru sei seiner Kenntnis nach in einem Waldgebiet und stelle keine Gefahr für den Verkehr dar, sagte er. Deshalb habe die Gemeinde die Maßnahmen eingestellt, der Eigentümer suche noch. 

Die Kängurus waren am Mittwoch entlaufen. Ein entwurzelter Baum hatte demnach eine Lücke im Zaun des Geheges verursacht. Einsatzkräfte konnten die Beuteltiere einfangen - bis auf eins. Die Polizei appellierte, das Känguru nicht selbstständig einzufangen, sondern die Behörden zu informieren.

Harald Westrich war überrascht über die Kängurus in seinem Ort.Kevin Schößler/dpa

Harald Westrich war überrascht über die Kängurus in seinem Ort.Kevin Schößler/dpa

© Kevin Schößler/dpa