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Kältehilfe–Einrichtungen könnten Angebot ausweiten

1.200 Notübernachtungsplätze, spontane Hilfsaktionen und ein Appell an Berliner, die helfen wollen: Was Berlins Kältehilfe jetzt bewegt.

03.02.2026

Ein Obdachloser sitzt im Nachtcafe am Bahnhof Zoo. (Archivbild)Paul Zinken/dpa

Ein Obdachloser sitzt im Nachtcafe am Bahnhof Zoo. (Archivbild)Paul Zinken/dpa

© Paul Zinken/dpa

Die Berliner Kältehilfe weitet angesichts der niedrigen Temperaturen teilweise ihre Kapazitäten aus. Nach Angaben von Sabrina Niemietz von der Koordinierungsstelle der Kältehilfe signalisierten einige Einrichtungen Bereitschaft, die Öffnungszeiten auszuweiten und zusätzliche Plätze bereitzustellen. Noch sei das Angebot ausreichend. In Berlin stehen rund 1.200 Notübernachtungsplätze zur Verfügung.

Trotz der angespannten Lage berichtet Niemietz auch von spürbarer Unterstützung aus der Bevölkerung. Ihr sei etwa ein Fall bekannt, in dem jemand obdachlosen Menschen Fahrten per Uber zu einer Unterkunft bezahlt habe. 

Erst fragen, ob Hilfe gewünscht ist

Die Kältebusse sind ebenfalls stark gefragt. Für ihre Einsätze bat Niemietz um Rücksichtnahme: Wer den Bus rufe, solle vorher unbedingt mit dem betroffenen Menschen sprechen. Denn nicht immer sei Hilfe erwünscht. 

Berlinern, die Kleider spenden wollen, empfahl sie, sich auf der Internetseite der Kältehilfe über Kleiderkammern in den Bezirken zu informieren und vorher nachzufragen, ob Bedarf bestehe.