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Jusos befürworten Neuaufstellung der SPD mit Steffen Krach

Nach dem schlechten Wahlergebnis der Berliner SPD gibt es den ersten Rücktritt. Die Jugendorganisation der Partei hält derweil einen Neuanfang mit Spitzenkandidat Steffen Krach für möglich.

23.09.2026

Trotz des schlechten Wahlergebnisses bekommt SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach Rückendeckung von den Jusos. (Archivbild)Christoph Soeder/dpa

Trotz des schlechten Wahlergebnisses bekommt SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach Rückendeckung von den Jusos. (Archivbild)Christoph Soeder/dpa

© Christoph Soeder/dpa

Trotz des schlechten Wahlergebnisses der Berliner SPD hält die Jugendorganisation der Landespartei einen Neustart mit den beiden Vorsitzenden, Steffen Krach und Bettina König, für möglich. „Ich glaube, dass Steffen Krach und Bettina König nicht in dem Maße die Verantwortung tragen für die letzten Jahre“, sagte die Juso-Co-Vorsitzende Kari Lenke im RBB-Inforadio. 

Sie sei sehr dankbar, dass Krach und König in einer für die SPD Berlin sehr schwierigen Lage die Verantwortung übernommen hätten. „Und ich glaube, dass sie hier auch noch die Chance verdienen, das sozusagen weiterzuführen.“ 

Die Ankündigung des bisherigen Fraktionschefs Raed Saleh, nicht wieder für diesen Posten anzutreten, hält Lenke derweil für richtig. Gerade die Genossinnen und Genossen, die seit sehr vielen Jahren in der Verantwortung seien, trügen dieses Wahlergebnis mit und müssten die Konsequenzen für sich ziehen, betonte sie. 

Mehr Änderungen als nur Personalwechsel nötig

Neues Personal reiche indes nicht aus, um die Wählerinnen und Wähler wieder von der SPD zu überzeugen, sagte Lenke weiter. Die Partei müsse stärker auf Themen wie die Mietenkrise setzen. „Das hat die Linkspartei sehr erfolgreich geschafft und nicht nur, weil man damit Wahlen gewinnen kann, sondern weil es eines eine der drängendsten Fragen für die Menschen in Berlin ist.“ 

Gleichzeitig sei es ein Fehler, die von der Linken angestrebte Enteignung großer Wohnungskonzerne bei den nun anstehenden Sondierungen grundsätzlich auszuschließen, sagte Lenke. Es gelte, den Volksentscheid zu diesem Thema zu respektieren, bei dem sich 2021 eine Mehrheit für die Vergesellschaftung großer Immobilienkonzerne in Berlin ausgesprochen hatte.

„Gleichzeitig kann ich auch verstehen, wenn Steffen Krach sagt, das kann nicht die einzige Lösung sein. Das glaube ich auch. Aber ich glaube, sie ist eben ein Teil der Lösung des Berliner Mietenproblems“, sagte die Juso-Co-Chefin.