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Kürzungen und Kosten - 1.200 Menschen demonstrieren in Mainz

Rund 1.200 Menschen demonstrieren in Mainz gegen steigende Lebenshaltungskosten und Kürzungen in der Bildung. Nach der Kundgebung zieht ein Teil von ihnen weiter - eskortiert von der Polizei.

31.10.2026

In der Nähe des Mainzer Doms versammelten sich Hunderte Demonstranten.Sascha Ditscher/dpa

In der Nähe des Mainzer Doms versammelten sich Hunderte Demonstranten.Sascha Ditscher/dpa

© Sascha Ditscher/dpa

Auf dem Gutenbergplatz in der Mainzer Innenstadt haben am Nachmittag nach Polizeiangaben rund 1.200 Menschen unter anderem gegen steigende Lebenshaltungskosten und Kürzungen in der Bildungspolitik demonstriert. Auf Plakaten waren Sätze wie „Wehrpflicht ab 67!“ oder „Die Jugend schuldet keinem Ruhe“ zu lesen.

Nach der Kundgebung zogen mehrere hundert Teilnehmer in einem nicht genehmigten Zug durch die Mainzer Innenstadt. Sie seien begleitet und dann schließlich angehalten worden, berichtete ein Sprecher der Polizei. Es sei weitgehend sehr friedlich geblieben, es habe nur vereinzelte vermummte Personen und Pyrotechnik gegeben.

Laut Polizei verlief auch die Hauptkundgebung zuvor friedlich. Auf der Homepage der Initiative „Gen Z regelt“ hatten sich mehr als 4.000 Personen für die Veranstaltung angemeldet.

Proteste in mehr als 30 Städten

Die Initiative hat für den Samstag zu Protesten in mehr als 30 deutschen Städten aufgerufen. Sie fordert mehr Geld für Schulen, Suchthilfe und Psychotherapie, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten, soziale Gerechtigkeit und für mehr Klimaschutz. Eine Wehrpflicht lehnt sie ab, ebenso einen Ausbau staatlicher Überwachung. Die Organisatoren mahnten ausdrücklich einen friedlichen Protest an und lehnten jede Form von Gewalt ab.

Die Proteste richteten sich auch gegen steigende Lebenshaltungskosten.Sascha Ditscher/dpa

Die Proteste richteten sich auch gegen steigende Lebenshaltungskosten.Sascha Ditscher/dpa

© Sascha Ditscher/dpa

Bei Jugendprotesten war es vor allem in Frankreich zu Ausschreitungen mit Gewalt, Plünderungen und Brandstiftung gekommen. Die Polizei in Mainz hatte im Vorfeld nicht mit Ausschreitungen gerechnet, sich aber mit einem größeren Aufgebot aufgestellt, um flexibel auf alles reagieren zu können. 

Die Landesschüler*innenvertretung Rheinland-Pfalz unterstützt die bildungspolitischen Forderungen und hatte ebenfalls an alle Beteiligten appelliert, friedlich zu bleiben. „Wenn junge Menschen nicht mehr daran glauben, etwas bewirken zu können, entsteht Resignation“, teilte die Landesvertretung der Deutschen Presse-Agentur mit. Umso wichtiger sei es, ihre Anliegen ernst zu nehmen und ihnen zu zeigen, dass ihre Stimmen etwas bewegen können.

Vor dem Staatstheater kamen die Demonstranten zusammen. Sascha Ditscher/dpa

Vor dem Staatstheater kamen die Demonstranten zusammen. Sascha Ditscher/dpa

© Sascha Ditscher/dpa

In Sichtweite zum Dom wurde gegen Sparmaßnahmen in der Bildungspolitik und für Belange junger Menschen demonstriert. Sascha Ditscher/dpa

In Sichtweite zum Dom wurde gegen Sparmaßnahmen in der Bildungspolitik und für Belange junger Menschen demonstriert. Sascha Ditscher/dpa

© Sascha Ditscher/dpa