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Jugendlicher wegen 105 Bombendrohungen angeklagt

Drohungen gegen Schulen und Krankenhäuser in drei Ländern: Ein 16-Jähriger aus Halle muss sich vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm 105 Taten vor.

15.06.2026

Ein 16-Jähriger aus Halle ist wegen 105 mutmaßlicher Bombendrohungen gegen Schulen und Krankenhäuser angeklagt. (Symbolbild) Philip Dulian/dpa

Ein 16-Jähriger aus Halle ist wegen 105 mutmaßlicher Bombendrohungen gegen Schulen und Krankenhäuser angeklagt. (Symbolbild) Philip Dulian/dpa

© Philip Dulian/dpa

Nach einer Serie von Bombendrohungen gegen Schulen und Krankenhäuser hat die Staatsanwaltschaft Halle Anklage gegen einen Jugendlichen erhoben. Dem 16-Jährigen aus Halle werden 105 Fälle vorgeworfen, wie die Behörde auf Anfrage mitteilte. Die Anklagen wurden zwischen Dezember 2025 und Januar 2026 beim Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Halle eingereicht.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Jugendliche die Taten zwischen Juli und September 2025 begangen haben. Die Drohungen wurden demnach per E-Mail an zahlreiche Schulen und Krankenhäuser in Deutschland sowie in Österreich und der Schweiz verschickt. In den Nachrichten soll unter anderem mit Bombenexplosionen gedroht worden sein.

Mehrere Verhandlungstage geplant

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den Jugendlichen bestätigt. Damals war von rund 80 Bombendrohungen die Rede. Im Zuge der Ermittlungen durchsuchten Beamte auch die Wohnung des Beschuldigten und stellten mehrere Speichermedien sicher.

Für das Verfahren vor dem Jugendschöffengericht sind mehrere Verhandlungstage vorgesehen. Die nächsten Termine sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft am 19., 24. und 30. Juni angesetzt.