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Jugendgewalt - Behörden wollen sich enger abstimmen

Wer Gewalt ausübt, muss mit Konsequenzen rechnen, sagt Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel. Die Stadt und die Polizei wollen dafür enger zusammenarbeiten.

15.10.2026

„Unser Ziel ist es, weitere Straftaten zu verhindern und das Sicherheitsgefühl der Menschen in Potsdam zu stärken“, sagte Polizeidirektor Mathias Ehrchen laut der Mitteilung. (Symbolbild)David Inderlied/dpa

„Unser Ziel ist es, weitere Straftaten zu verhindern und das Sicherheitsgefühl der Menschen in Potsdam zu stärken“, sagte Polizeidirektor Mathias Ehrchen laut der Mitteilung. (Symbolbild)David Inderlied/dpa

© David Inderlied/dpa

Nach Gewaltexzessen zwischen Jugendlichen in Potsdam wollen sich die Behörden bei der Bekämpfung des Problems enger abstimmen. Wie „können Hinweise aus unterschiedlichen Bereichen zusammengeführt, Verantwortlichkeiten klar wahrgenommen und Maßnahmen besser und insbesondere schneller aufeinander abgestimmt werden“, hieß es in einer Mitteilung der Polizei nach einem Sicherheitstreffen. Neben der Polizei nahmen Vertreter der Landeshauptstadt, der Staatsanwaltschaft, des Amtsgerichts, des Ministeriums für gesellschaftlichen Zusammenhalt, des Schulamtes sowie der Bundespolizei an dem Treffen in Potsdam teil.

Ziel: Jugendgewalt eindämmen

„Unser Ziel ist es, weitere Straftaten zu verhindern und das Sicherheitsgefühl der Menschen in Potsdam zu stärken“, sagte Polizeidirektor Mathias Ehrchen laut der Mitteilung. „Entscheidend ist, dass alle beteiligten Stellen ihre Verantwortung wahrnehmen und wir gemeinsam an einem Strang ziehen.“

Seit 2024 wurden laut Innenminister Jan Redmann (CDU) vermehrt migrantisch geprägte Jugendgruppen in Potsdam polizeilich auffällig. Zu den Nationalitäten der Tatverdächtigen zähle auch die syrische Staatsbürgerschaft. 

Behörden wollen sich abstimmen

Es brauche ein abgestimmtes Vorgehen über Behörden- und Zuständigkeitsgrenzen hinweg, führte die Polizei aus. Gleichzeitig sei nicht jede Tat zwangsläufig mit anderen Vorfällen in Verbindung zu bringen. Es gelte hier zu differenzieren. Nach den Vorfällen hat die Polizei extra eine Ermittlungsgruppe eingesetzt, die Stadt Potsdam richtete eine Taskforce Jugendgewalt ein.

„Wer Gewalt ausübt, muss mit konsequenten Konsequenzen rechnen“, sagte Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (parteilos). Dafür brauche es eine enge und verlässliche „Zusammenarbeit mit der Polizei, einen schnellen Informationsaustausch und ein klares gemeinsames Vorgehen“.