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Israels Botschafter fordert Brandmauer gegen Antisemitismus

Israels Botschafter blickt besorgt nach Sachsen-Anhalt. Er fordert nicht nur Worte, sondern auch konkrete Taten gegen Antisemitismus.

07.09.2026

Prosor äußert sich am Tag nach der Wahl besorgt. (Archivbild)Carsten Koall/dpa

Prosor äußert sich am Tag nach der Wahl besorgt. (Archivbild)Carsten Koall/dpa

© Carsten Koall/dpa

Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, reagiert mit Sorge auf den Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt. „Die Wahl in Sachsen-Anhalt am Wochenende sollte jeden beunruhigen, dem die Zukunft des jüdischen Lebens in Deutschland am Herzen liegt. Nur 80 Jahre nach der Schoah erzielte eine Partei, deren Führungskräfte das Berliner Holocaust-Mahnmal als „Denkmal der Schande“ bezeichneten, Rekordzuwächse“, sagte Prosor der Funke Mediengruppe. Antisemitismus sei ein Gift, das nicht toleriert werden dürfe. „Deutschland braucht an allen Fronten eine Brandmauer gegen Antisemitismus – nicht nur Worte der Verurteilung, sondern konkrete Taten“, forderte Prosor. 

Der AfD-Politiker Björn Höcke hatte 2017 in einer Rede in Dresden mit der Forderung nach einer „erinnerungspolitischen Wende um 180 Grad“ eine heftige Debatte ausgelöst. Darin hatte er mit Blick auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin auch gesagt: „Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“