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Interkulturelle Woche beginnt - Auftakt in Leipzig

Mit fast 100 Veranstaltungen feiert Leipzig die Interkulturelle Woche – im Fokus stehen Vielfalt, Demokratie und das Miteinander aller Menschen.

27.09.2026

Auf dem Thomaskirchhof markierte das Fest unter dem Motto „Leipzig feiert Vielfalt“ den Auftakt der Interkulturellen Woche. (Archivbild)Jan Woitas/dpa

Auf dem Thomaskirchhof markierte das Fest unter dem Motto „Leipzig feiert Vielfalt“ den Auftakt der Interkulturellen Woche. (Archivbild)Jan Woitas/dpa

© Jan Woitas/dpa

Mit einem bunten Fest und einem ökumenischen Gottesdienst hat Leipzig den Auftakt der bundesweiten Interkulturellen Woche gefeiert. Bis zum 4. Oktober und teilweise auch darüber hinaus finden im Rahmen der Aktionswoche in über 750 Orten rund 6.000 Veranstaltungen im Zeichen der Vielfalt, Demokratie, Menschenrechte und dem guten Zusammenleben aller statt, wie die Veranstalter mitteilten.

Knapp 100 Veranstaltungen in Leipzig

In Leipzig sind fast 100 Events innerhalb von vier Wochen geplant. Los ging es mit dem Fest „Leipzig feiert Vielfalt“ mit einem bunten Bühnenprogramm auf dem Thomaskirchhof in der Innenstadt. Jede der Veranstaltungen sei ein kleines „Dafür“, sagte Kulturbürgermeisterin Skandi Jaennicke mit Anspielung auf das diesjährige Motto der Aktionswoche. „Dafür, dass Menschen zusammenkommen. Dafür, dass wir einander kennenlernen. Dafür, dass Unterschiede nicht verschwinden müssen, damit Zusammenhalt entsteht.“

Zum ökumenischen Eröffnungsgottesdienst in der Thomaskirche kamen unter anderem der evangelische Oberlandeskirchenrat Thilo Daniel, der emeritierte katholische Bischof Heinrich Timmerevers und der griechisch-orthodoxe Bischof Emmanuel von Christoupolis. Eine Grenze sei schnell gezogen, mahnte Timmerevers laut Mitteilung. „Hier wir. Dort die anderen. Den eigenen Wohlstand sichern. Grenzen hochziehen. Menschen nach Herkunft, Religion oder Nutzen einteilen. Manchen sogar ihre Würde absprechen. Auch das scheint heute wieder salonfähig zu sein.“ Veränderung beginne damit, den Anderen nicht als Konkurrenten, als Fremden oder als Problem zu sehen, sondern als Menschen, dessen Würde genauso unantastbar ist wie die eigene.

Interkulturelle Woche steht für Vielfalt

Seit 1975 Jahren wird die Interkulturelle Woche jedes Jahr mit Tausenden Veranstaltungen in Hunderten deutschen Städten organisiert, um viele gesellschaftliche Gruppen zusammenzubringen. Es handelt sich um eine Initiative der Kirchen. Mitgetragen wird sie von Kommunen, Vereinen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Bildungsträgern und Migrantenorganisationen.