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Interimsgericht in Magdeburg wird Schwimmstätte

In einem Interims-Gerichtsgebäude wurde gegen den Todesfahrer vom Magdeburger Weihnachtsmarkt verhandelt. Ende Juni fiel das Urteil. Jetzt hat der Stadtrat einer gänzlich anderen Nutzung zugestimmt.

28.08.2026

So sah der Verhandlungssaal in der Leichtbau-Halle aus. Künftig soll hier ein 50-Meter-Pool für Leistungsschwimmer stehen. (Archivbild)Jan Woitas/dpa

So sah der Verhandlungssaal in der Leichtbau-Halle aus. Künftig soll hier ein 50-Meter-Pool für Leistungsschwimmer stehen. (Archivbild)Jan Woitas/dpa

© Jan Woitas/dpa

Das Interims-Gerichtsgebäude, in dem der Prozess zum Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt verhandelt wurde, wird vorübergehend zur Sportstätte für den Bundesstützpunkt Schwimmen. Während der Sanierungsphase der Elbeschwimmhalle ab November bis zu den Olympischen Sommerspielen Mitte 2028 werde dort ein 50-Meter-Pool aufgestellt. Der Magdeburger Stadtrat beschloss die Anmietung des Gebäudes in Leichtbauweise und des entsprechenden Pools mit acht Bahnen am Donnerstag. 

Das Gebäude diente für den Prozess gegen den Todesfahrer vom Magdeburger Weihnachtsmarkt. (Archivbild)Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Das Gebäude diente für den Prozess gegen den Todesfahrer vom Magdeburger Weihnachtsmarkt. (Archivbild)Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Die Kosten für die Übergangslösung betragen der Stadt Magdeburg zufolge rund 3,76 Millionen Euro. Das Land Sachsen-Anhalt gibt 700.000 Euro dazu, die Fördermittel sind laut Innenministerium fest zugesagt.

Das Interims-Gerichtsgebäude war auf einem landeseigenen Grundstück errichtet worden, um ausreichend Platz für die über 200 Nebenkläger und ihre Anwälte sowie Zuschauer zu haben. Allein der Verhandlungssaal ist 65 Meter lang und 30 Meter breit. Der Prozess hatte im November 2025 begonnen, das Urteil fiel Ende Juni dieses Jahres. Das Landgericht Magdeburg verhängte gegen den Todesfahrer vom Weihnachtsmarkt wegen des Anschlags von 2024 mit sechs Toten die Höchststrafe.