Innenminister: Internationale Krisen verstärken Extremismus
Der aktuelle Verfassungsschutzbericht zeigt: Internationale Konflikte befeuern den Extremismus in Sachsen – nicht nur im rechten, sondern auch im linken Spektrum.
Sachsens Innenminister Armin Schuster stellt den aktuellen Verfassungsschutzbericht vor. (Archivbild) Sebastian Kahnert/dpa
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Rechtsextremisten bleiben die größte Herausforderung für die Sicherheitsbehörden in Sachsen. Das geht aus dem Verfassungsschutzbericht für 2025 hervor, den Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) und der Präsident des Landesamtes für Verfassungsschutz, Dirk-Martin Christian, in Dresden vorstellten. „Die vielfältigen internationalen Konflikte verstärken in allen Phänomenbereichen den Extremismus auch in Sachsen“, so der Innenminister.
Demnach sind der rechtsextremistischen Szene im Freistaat im Jahr 2025 potenziell rund 6.550 Personen zuzuordnen. Im Jahr zuvor lag das „Personenpotenzial“, wie es im Bericht heißt, noch bei rund 6.000. Rechtsextremistisches Gedankengut sei mittlerweile weit in die Mitte der Gesellschaft vorgerückt, heißt es in dem Bericht.
Szene verjüngt sich
„Wenn rechtsextremistische Symbole im Klassenzimmer oder auf dem Schulhof unwidersprochen bleiben, ist das Ausdruck einer fortschreitenden Normalisierung verfassungsfeindlicher Positionen und gleichzeitig Indiz für die anhaltende Verjüngung der Mitglieder der Szene“, betonte Schuster.
Die Zahl der Straftaten mit rechtsextremistischem Hintergrund ist laut Bericht gegenüber dem Vorjahr allerdings gesunken - von mehr als 3.900 auf nun 3.263. Ein Großteil davon waren laut Bericht Propaganda und Volksverletzungsdelikte.
Laut Bericht ist aber auch die linksextremistische Szene gewachsen: 2025 wurden ihr 975 Personen zugerechnet, im Jahr zuvor waren es noch rund 900. Gleichzeitig stieg auch die Zahl der linksextremistischen Straftaten um gut 30 Vorfälle auf 1.131.