Inflation in Berlin und Brandenburg deutlich gestiegen
Im März 2026 zieht die Teuerung in Berlin und Brandenburg spürbar an. Das Amt für Statistik nennt Energiepreise als Hauptgrund – und überrascht mit sinkenden Preisen bei Butter und Kartoffeln.
Die gestiegenen Spritpreise haben auch in Berlin und Brandenburg die Inflation nach oben getrieben. (Symbolbild)Christoph Soeder/dpa
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Höhere Energiepreise infolge des Iran-Kriegs haben die Inflationsrate in Berlin und Brandenburg deutlich nach oben getrieben. Die Verbraucherpreise lagen im März 2026 in Berlin um 2,5 Prozent und in Brandenburg um 2,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte. Im Februar 2026 lag die Teuerung in Berlin demnach noch unter 2 Prozent, in Brandenburg bei 2 Prozent.
Ausschlaggebend für die stärkere Inflation sind nach Angaben der Statistiker die gestiegenen Energiepreise. „Sie verteuerten sich im Vorjahresvergleich in Berlin um 6,7 Prozent und in Brandenburg um 8,5 Prozent“, teilte das Amt für Statistik mit. Rechnet man Heizöl und Kraftstoffe heraus, läge die Inflation demnach in Berlin bei lediglich 1,8 Prozent und in Brandenburg bei 1,9 Prozent.
Manche Lebensmittel derzeit deutlich günstiger als vor einem Jahr
Auch für alkoholische Getränke und Tabakwaren, für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen sowie für andere Waren und Dienstleistungen in beiden Ländern zogen die Preise den Statistikern zufolge überdurchschnittlich an. Bei Nahrungsmitteln gingen die Preise im Jahresvergleich dagegen nur sehr gering nach oben. Einige Produkte waren auch günstiger als im Vorjahr:
- Butter: -22,9 Prozent in Berlin und -26,3 Prozent in Brandenburg
- Quark: -21,0 Prozent in Berlin und -28,3 Prozent in Brandenburg
- Kartoffeln: -12,7 Prozent in Berlin und -21,3 Prozent in Brandenburg
- Milch: -5,2 Prozent in Berlin und -8,3 Prozent in Brandenburg
Deutlich teurer waren dagegen Obstkonserven: Sauerkirschen oder andere Steinobstkonserven kosteten in Berlin 42,7 Prozent mehr und in Brandenburg 51,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Auch die Preise für Kaffee, Tee und Kakao stiegen in Berlin mit 11,4 Prozent und in Brandenburg mit 12,9 Prozent stark an.