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Immer Haaland gegen Kane? Göttlich fordert Fußball-Reformen

Beim Thema WM-Boykott sorgte er für Aufsehen. Jetzt hat St.-Pauli-Präsident Göttlich bei einem anderen Thema nachgelegt.

19.02.2026

St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich. (Archivbild)Gregor Fischer/dpa

St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich. (Archivbild)Gregor Fischer/dpa

© Gregor Fischer/dpa

Vor einem Monat stieß Oke Göttlich eine Diskussion über einen Boykott der Fußball-WM in den USA an. Vor dem Bundesliga-Kellerduell gegen Werder Bremen (Sonntag, 17.30 Uhr/DAZN) fordert der Präsident des FC Pauli auch eine Debatte über die künftige Regulierung des Profifußball-Geschäfts.

„Natürlich müssen wir über einen Salary Cap, eine quantitative Kadergrenze und die Begrenzung von Multi-Club-Ownership, Leihspieler-Kontingente und Financial Fairplay reden. Mit der Fragestellung, wie viel des Gesamtumsatzes man als Club in einen Kader stecken darf“, sagte der 50-Jährige in einem Interview von „transfermarkt.de“.

Göttlich: Darum lösen sich Großclubs immer mehr von der Liga ab

Vereine und Verbände müssten sich „immer von der Frage leiten lassen, worauf die Menschen am meisten Lust haben und weswegen sie dem Fußball folgen“, sagte Göttlich. „Geht es um eine rivalisierende Verbundenheit, die sich aus der Regionalität ergibt, einem Fokus auf den Sport, wo jeder jeden auch schlagen kann, oder wollen wir ausschließlich die Erling Haalands gegen Harry Kanes in einer Fußballkür sehen, in der immer die gleichen Teams vorne spielen?“

Durch die großen Einnahme-Möglichkeiten in der Champions League würden sich „die großen Clubs immer mehr von ihren Ligen zu Hause ablösen“, sagte Göttlich, der auch Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes ist.