IWH erwartet 0,7 Prozent Wachstum in Ostdeutschland
Trotz Energiepreisschock rechnet das IWH mit einem Wachstum von 0,7 Prozent im Osten. Wie sich Handel und Gastgewerbe dabei entwickeln, erläutern die Experten.
„Der Energiepreisschock wird die Wirtschaft in Ostdeutschland wohl in etwa so stark belasten wie die in Deutschland insgesamt“, sagt IWH-Vizepräsident Oliver Holtemöller.Christoph Soeder/dpa
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Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) rechnet in diesem Jahr in Ostdeutschland mit einem geringfügig höheren Wirtschaftswachstum als im Bundesschnitt. Man erwarte einen Zuwachs von 0,7 Prozent, teilte das IWH mit. Für Deutschland insgesamt wird ein Wachstum von 0,6 Prozent prognostiziert. Die Arbeitslosenquote im Osten könnte nach 7,8 Prozent im Jahr 2025 im laufenden Jahr 7,9 Prozent betragen, hieß es.
Der vom Iran-Krieg ausgelöste Anstieg der Energiepreise dürfte die Erholung dämpfen, sie aber wegen des expansiven finanzpolitischen Kurses nicht vollständig zum Erliegen bringen, so die IWH-Experten. „Der Energiepreisschock wird die Wirtschaft in Ostdeutschland wohl in etwa so stark belasten wie die in Deutschland insgesamt“, erklärte IWH-Vizepräsident Oliver Holtemöller.
Zuletzt habe vor allem die Wertschöpfung im Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie Information und Kommunikation in Ostdeutschland stärker zugelegt als in Westdeutschland, hieß es.