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Hunderttausende besuchen Landesgartenschau in Bad Nenndorf

Tausende Blumen, neu gepflanzte Bäume und zahlreiche Freiluft-Veranstaltungen: Die Landesgartenschau lockt viele Besucher nach Bad Nenndorf. Wie die Bilanz der Veranstalter zum Abschluss ausfällt.

18.10.2026

Der sogenannte Waldtempel, eine Art riesige Wendeltreppe, entstand für die Landesgartenschau in Bad Nenndorf. (Archivbild)Julian Stratenschulte/dpa

Der sogenannte Waldtempel, eine Art riesige Wendeltreppe, entstand für die Landesgartenschau in Bad Nenndorf. (Archivbild)Julian Stratenschulte/dpa

© Julian Stratenschulte/dpa

Nach 173 Tagen geht die Landesgartenschau in Bad Nenndorf nach Angaben der Veranstalter mit einer überaus positiven Bilanz zu Ende. Mehr als 700.000 Menschen hätten die Veranstaltung in der Kleinstadt westlich von Hannover seit der Eröffnung im April besucht, teilte die Landesgartenschau Bad Nenndorf gGmbH zum Abschluss an diesem Sonntag mit. Eine frühere Machbarkeitsstudie für die Schau hatte noch mit rund 600.000 Besucherinnen und Besuchern gerechnet. 

Für die achte niedersächsische Landesgartenschau verband Bad Nenndorf die Veranstaltung mit dem bestehenden Kurpark der Stadt. Neben einer großen Pflanzenvielfalt entstanden neue architektonische Hingucker wie der sogenannten Waldtempel – eine Art riesige Wendeltreppe, die Besucher ohne Stufen und umringt von Bäumen in die Höhe führt. 

Für viele Menschen sei die Landesgartenschau zu einem festen Teil dieses Sommers geworden, teilten die Veranstalter mit. Es gab mehr als 2.000 Konzerte, Theater, Lesungen, Workshops sowie Sport- und Mitmachangebote. Viele der Angebote seien durch das Engagement von Vereinen und Ehrenamtlichen überhaupt erst möglich geworden, hieß es.

Stadtdirektor: „Außergewöhnliche Landesgartenschau“

Auch die Stadt Bad Nenndorf wertet die Veranstaltung als Erfolg: „Aus einer mutigen Vision ist eines der beeindruckendsten Projekte unserer Stadtgeschichte geworden“, sagte Stadtdirektor Mike Schmidt laut einer Mitteilung. „Wir haben nicht nur eine außergewöhnliche Landesgartenschau auf die Beine gestellt, sondern Bad Nenndorf in einer Dimension weiterentwickelt, die vor wenigen Jahren wohl kaum jemand für möglich gehalten hätte.“ Was in Bad Nenndorf mit der Landesgartenschau entstanden sei, werde die Stadt „über Generationen prägen“. 

Die ersten Überlegungen für eine Landesgartenschau in Bad Nenndorf gab es schon 2017. (Archivbild)Moritz Frankenberg/dpa

Die ersten Überlegungen für eine Landesgartenschau in Bad Nenndorf gab es schon 2017. (Archivbild)Moritz Frankenberg/dpa

© Moritz Frankenberg/dpa

Das Gelände umfasst rund 34 Hektar, was etwa 48 Fußballfeldern entspricht. Rund 500 Bäume und 1.700 Sträucher wurden gepflanzt, dazu fast 6.000 Quadratmeter Stauden- und Wechselflor für anhaltende Blütenpracht angelegt. Im Kurpark wurden zudem viele Wege denkmalgerecht saniert. 

Was die Schau gekostet hat

Zur finanziellen Bilanz machten die Veranstalter zunächst keine genaueren Angaben. Noch seien Postionen auf der Einnahme- und Ausgabeseite offen, hieß es. „Ich glaube, dass wir mit Sicherheit mit einem sehr guten Ergebnis abschließen werden“, hatte der Geschäftsführer der Landesgartenschau, Benjamin Lotz, vor wenigen Tagen dem NDR gesagt. Früheren Angaben zufolge betrug das Investitionsvolumen 39 Millionen Euro, wovon die Stadt 13 Millionen Euro gestemmt hat. Der Rest stammt aus Fördermitteln.

Zur vorherigen Landesgartenschau 2023 in Bad Gandersheim in Südniedersachsen waren nur 425.000 Menschen gekommen, während die Organisatoren dort mit etwa 460.000 Besuchern kalkuliert hatten. Die Schau endete damals in einer Insolvenz der Trägergesellschaft.