Hunderte tote Fische in Schwartau – Polizei ermittelt
Weniger Sauerstoff im Wasser, Hunderte tote Fische: Ermittler prüfen, ob Melasse aus einem Betrieb bei Techau ein Fischsterben in der Schwartau ausgelöst hat.
Nach dem Tod hunderter Fische ermittelt die Polizei. (Symbolbild)Carsten Rehder/dpa
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Nach dem Austritt von mehr als 100 Litern Zuckerrübenmelasse auf dem Gelände eines Futtermittelherstellers bei Techau (Kreis Ostholstein) sind in der Schwartau mehrere Hundert Fische verendet. Wie die Polizei mitteilte, wurden Ermittlungen wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung und des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen.
Zeugen hatten am Samstagvormittag zahlreiche tote Fische in dem Fließgewässer entdeckt. Der betroffene Bereich liegt in unmittelbarer Nähe des Futtermittelherstellers.
Wenig Sauerstoff im Wasser
Mitarbeiter der Ordnungsbehörde und des Kreises sowie Ermittler des Fachbereichs Umwelt der Polizei untersuchten das Gewässer. Dabei wurden Wasserproben entnommen und Messungen des Sauerstoffgehalts durchgeführt. Nach Angaben der Ermittler zeigte sich eine erhebliche Verringerung der Sauerstoffsättigung im Fluss.
Nach bisherigem Stand der Ermittlungen gelangte die Zuckerrübenmelasse in der Nacht von Freitag auf Samstag während eines Produktionsprozesses vom Betriebsgelände in die Schwartau. Die Behörden gehen derzeit davon aus, dass die eingeleitete Melasse die starke Absenkung des Sauerstoffgehalts verursacht hat und dadurch das Fischsterben ausgelöst wurde.
Wie genau die Melasse aus den Produktionsanlagen in das Gewässer gelangen konnte, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.