dpa

Hunderte in Potsdam bei Gedenken nach CSD-Anschlag

Zwei Tage nach dem Terroranschlag in Berlin kommen auch in Potsdam Menschen zum Gedenken zusammen. Laut Polizei gibt es einen Zwischenfall mit einem Störer.

27.07.2026

In Potsdam gedachten mehrere hundert Menschen der Opfer des Anschlags in Berlin.Monika Wendel/Dpa/dpa

In Potsdam gedachten mehrere hundert Menschen der Opfer des Anschlags in Berlin.Monika Wendel/Dpa/dpa

© Monika Wendel/Dpa/dpa

Nach dem Terroranschlag am Rande des CSD in Berlin haben auch in Potsdam hunderte Menschen der Opfer gedacht. Die Polizei sprach am Abend von etwa 500 Teilnehmern. Sie hatten Regenbogenfahnen dabei und zeigten Transparente für Vielfalt und Toleranz. Etliche von ihnen legten Blumen an einem riesigen Banner vor der Nikolaikirche ab. Auch Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (parteilos) und Brandenburgs Sozialminister René Wilke (SPD) waren unter den Teilnehmern.

Die Polizei meldete einen Zwischenfall mit einem Störer: Einsatzkräfte trennten einen AfD-nahen YouTuber von anderen Teilnehmern der Versammlung. Zwischen ihm und Demonstranten war es zuvor zu einem Wortgefecht gekommen, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Weil der YouTuber provoziert habe, sei die Polizei dazwischen gegangen und habe den Mann weggeführt. Menschen in der Versammlung riefen „Nazis raus“. Der Mann konnte aber weiterhin aus der Ferne an der Versammlung teilnehmen.