Holm sieht AfD in MV in der Opposition
Die AfD hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern gewonnen. Sie findet allerdings keine Partner und zieht einen Schluss.
Leif-Erik Holm, AfD-Ministerpräsidentenkandidat in MVBritta Pedersen/dpa
© Britta Pedersen/dpa
Nach dem Wahlsieg der AfD bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern glaubt deren Spitzenvertreter Leif-Erik Holm nicht mehr an eine Regierungsbeteiligung seiner Partei. Einladungen an die anderen Parteien zu Gesprächen werde es nicht mehr geben, sagte Holm am Abend im ZDF. Diese hätten ja bereits abgewunken und wollten Rot-Rot-Grün versuchen. „Wir richten uns jetzt auf die Oppositionsrolle ein, und wir werden eine starke Opposition sein.“
Bisher regierten SPD und Linke in MV in einer Zweierkoalition. Diese Mehrheit reicht aber nach der Landtagswahl nicht mehr. Die AfD wurde stärkste Kraft. Ein rot-rot-grünes Bündnis gilt als sehr wahrscheinlich. Eine andere Mehrheitskonstellation müsste zwingend die AfD als Koalitionspartner einbinden. Dies will aber keine der drei weiteren im Landtag vertretenen Parteien.