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„Hoffentlich für Deutschland“: Wagner stolz auf Tresoldi-Weg

Der Stürmer dieser Woche wird bei Hannover 96 ausgebildet. Jetzt schießt Nicolo Tresoldi seine Tore in der Champions League. Was sagt Hannovers neuer Trainer Sandro Wagner dazu?

15.10.2026

Hannovers neuer Trainer Sandro Wagner.Andreas Gora/dpa

Hannovers neuer Trainer Sandro Wagner.Andreas Gora/dpa

© Andreas Gora/dpa

Vor 17 Monaten spielte Nicolo Tresoldi noch für Hannover 96. Bei dem Verein wurde der Stürmer ausgebildet und zum Zweitliga-Profi befördert. In dieser Woche schoss der 22-Jährige drei Tore für den FC Brügge in der Champions League gegen Inter Mailand (4:3) und kann sich jetzt aussuchen, für welche Fußball-Nationalmannschaft er in Zukunft spielen will: Für Italien, wo er geboren wurde? Oder für Deutschland, wo er seit 2023 für die U21-Auswahl spielt?

Der neue 96-Trainer und frühere deutsche U20-Coach Sandro Wagner hat dazu eine klare Meinung. „Ich freue mich für jeden, der aus Hannover kommt, eine Karriere macht und hoffentlich für Deutschland spielt“, sagte Wagner bei der Pressekonferenz zu seiner Heimspiel-Premiere gegen den FC St. Pauli am Samstag (20.30 Uhr/Nitro und Sky).

Früher Hannover, jetzt FC Brügge: Stürmer Nicolo Tresoldi.Luca Bruno/AP/dpa

Früher Hannover, jetzt FC Brügge: Stürmer Nicolo Tresoldi.Luca Bruno/AP/dpa

© Luca Bruno/AP/dpa

Interesse von Dortmund und Barcelona?

Für Tresoldi kassierten die 96er eine Ablösesumme von knapp zehn Millionen Euro aus Brügge. Und so etwas zeige dem Verein: „Es ist wichtig, dass man immer in den eigenen Nachwuchs schaut“, sagte Wagner. „Bevor man von außen verpflichtet, sollte man immer erstmal innen schauen, was man hat. Das ist eine grundsätzliche Haltung. Wenn ein Spieler groß wird in Hannover und jetzt auf dem Weg ist, so eine Karriere zu machen, dann kann man da nur stolz und ein Stück weit auch froh sein, dass er das Hannover-Wappen getragen hat.“

Nur ein Jahr nach seinem Weggang aus Hannover wird Tresoldi längst mit größeren Clubs in Verbindung gebracht. Vor allem bei Borussia Dortmund, dem FC Barcelona und der AS Rom ist er im Gespräch. Sollte der belgische Meister den Stürmer verkaufen, müsste er die 96er laut Transfervertrag des vergangenen Jahres an der Ablösesumme beteiligen. Medienberichten zufolge verlangt Brügge mindestens 50 Millionen Euro für Tresoldi.