dpa

Hochschulen am Limit - Bündnis warnt vor weiteren Kürzungen

Sanierungsstau, weniger Lehrangebote, Einstellungsstopps: An Sachsens Hochschulen wächst die Sorge vor weiteren Einschnitten. Ein Bündnis warnt vor den Folgen der Sparpolitik.

04.08.2026

Ein Bündnis macht mit einer Petition gegen weitere Einschnitte an Sachsens Hochschulen mobil. (Symbolbild)Jan Woitas/dpa

Ein Bündnis macht mit einer Petition gegen weitere Einschnitte an Sachsens Hochschulen mobil. (Symbolbild)Jan Woitas/dpa

© Jan Woitas/dpa

Ein Bündnis aus Studierendenvertretungen und der Gewerkschaft ver.di hat eine Petition gegen weitere Kürzungen an Sachsens Hochschulen gestartet. Unter dem Titel „Hochschulen am Limit - Investitionen statt Sparpolitik“ wird eine verlässliche Finanzierung gefordert, wie die Initiatoren mitteilten. Hintergrund sind die laufenden Verhandlungen über den Doppelhaushalt 2027/2028. Das Bündnis warnt vor den Folgen jahrelanger Unterfinanzierung: Sanierungsstau, weniger Lehrangebote, Einstellungsstopps und eine wachsende Belastung für Beschäftigte.

Gefordert werden unter anderem eine auskömmliche Grundfinanzierung für Hochschulen und Studierendenwerke, Investitionen in Sanierung und Digitalisierung sowie Dauerstellen für Daueraufgaben. Weitere Kürzungen und pauschale Einstellungsstopps lehnt die Initiative ab.

„Gute Studienbedingungen und gute Arbeitsbedingungen gehören zusammen“, sagte Bethany Knobloch, Sprecherin der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften. Wenn Stellen wegfielen, Lehrveranstaltungen ausgedünnt und notwendige Investitionen verschoben würden, treffe das Studierende ebenso wie Beschäftigte. Die Initiatoren rufen zur Unterzeichnung der Petition auf und kündigen weitere gemeinsame Aktionen während der Haushaltsberatungen an.