Hitzewelle im Anmarsch – Warnungen im Südwesten
Nach durchwachsenem Wetter mit Regen und Schauern wird es sehr heiß und schwül. Im Südwesten warnt der Deutsche Wetterdienst vor der Hitze. Es könnten die bislang wärmsten Tage des Jahres werden.
Am Donnerstag werden laut DWD Höchsttemperaturen von bis zu 38 Grad erwartet. (Symbolbild)Silas Stein/dpa
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Deutschland steuert auf die bislang wärmsten Tage des Jahres zu. Am Donnerstag beginnt laut Vorhersage eine Hitzephase - für große Teile Südwestdeutschlands hat der Deutschen Wetterdienstes (DWD) sogar Hitzewarnungen ausgesprochen.
Die Experten gaben eine Hitzewarnung für Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, das Saarland sowie Teile Nordrhein-Westfalens, Hessens und Bayerns aus. Die amtliche Warnung für diese Regionen gilt demnach von Donnerstag 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr.
Was ist eigentlich eine Hitzewelle?
Eine allgemeingültige Definition einer Hitzewelle gibt es nicht. Der Deutsche Wetterdienst beschreibt eine Hitzewelle als eine mehrtägige Periode mit ungewöhnlich hoher Wärmebelastung. Damit verbunden ist ein großes Risiko für die Gesundheit, insbesondere für alte und kranke Menschen. Daher warnt der Deutsche Wetterdienst mit seinem Hitzewarnsystem vor Tagen mit hoher thermischer Belastung auf Grundlage der gefühlten Temperatur und eines Simulationsmodells zur Berechnung der Wärmebelastung in Innenräumen.
Tipps bei Hitze
DWD-Meteorologe Marcel Schmid rät dazu, ausreichend zu trinken und leichte Kost zu sich zu nehmen. „Meiden Sie die direkte Mittags- und Nachmittagshitze und schauen Sie, dass Sie Wohnungen kühl halten und auch ihren Körper kühl halten“, empfiehlt Schmid in einem YouTube-Video des DWD. Zudem rät er, die aktuelle Warnlage bezüglich der Hitze zu verfolgen.
Temperaturrekord in diesem Jahr bei 33,4 Grad
Bereits am Mittwoch waren die Temperaturen vor allem im Süden Deutschlands vielerorts über die 30-Grad-Marke geklettert. In Müllheim in Südbaden stieg das Thermometer am Mittwoch auf 32,7 Grad - der höchste Wert des Tages in Deutschland, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Abend auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Bei den gemessenen Temperaturen handelt es sich um vorläufige Werte. Ähnlich heiß war es im badischen Rheinfelden und in Konstanz mit 32 Grad.
Vom bisherigen Temperaturrekord sind diese Zahlen jedoch noch weit entfernt. Dieser wurde am 25. Juli 2019 in Tönisvorst und Duisburg-Baerl gemessen: 41,2 Grad zeigte das Thermometer damals an. Der höchste jemals im Monat Juni gemessene Wert wurde ebenfalls 2019 gemessen: 39,6 Grad registrierten die Wetterexperten am 30. Juni in Bernburg in Sachsen-Anhalt. Die bisher höchste gemessene Temperatur im laufenden Jahr betrug 33,4 Grad in Waghäusel-Kirrlach (Baden-Württemberg) am 26. Mai.