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Hitze prägt Ironman-EM in Frankfurt - Deutsche ohne Podest

Schwitzen, kämpfen, abkühlen: Beim Ironman in Frankfurt müssen Profis und Amateure auf der verkürzten Strecken mit extremer Hitze klarkommen. Der EM-Titel geht nach Norwegen.

28.06.2026

Bei Temperaturen über 30 Grad war die Abkühlung sehr wichtig. Uwe Anspach/dpa

Bei Temperaturen über 30 Grad war die Abkühlung sehr wichtig. Uwe Anspach/dpa

© Uwe Anspach/dpa

Im Ziel auf dem Frankfurter Römerberg suchte der neue Ironman-Europameister Casper Stornes nach seinem Jubel direkt Abkühlung und steckte seinen Kopf in einen Wassereimer. Der Norweger (4:50:23 Stunden) war nach der wegen der Hitze verkürzten Strecke bei weitem nicht der Einzige, der nach 3,8 Kilometern Schwimmen, 125 Kilometern Radfahren und dem Halbmarathon über 21,1 Kilometer schnelle Erfrischung brauchte.

„Es war sehr warm. Vor dem Start war ich etwas unzufrieden mit der Entscheidung, den Wettkampf zu verkürzen. Aber am Ende war ich froh“, sagte Stornes im hr. Die deutschen Starter verpassten bei Temperaturen über 30 Grad das Podest. Bester Deutscher wurde Jan Stratmann (4:57:35) als Zehnter. Damit sicherte sich der 30-Jährige einen der sechs in Frankfurt vergebenen Startplätze für die Ironman-Weltmeisterschaft im Oktober auf Hawaii. 

Auch der norwegische Sieger Casper Stornes suchte nach seinem Jubel nach Abkühlung. Uwe Anspach/dpa

Auch der norwegische Sieger Casper Stornes suchte nach seinem Jubel nach Abkühlung. Uwe Anspach/dpa

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Zweiter im Feld von 49 startenden Profis wurde Stornes‘ Landsmann Gustav Iden (4:52:54) vor dem Spanier Antonio Benito Lopes (4:54:47). Lokalmatador Jonas Hoffmann aus Butzbach (Wetterau), der im vergangenen Jahr als Fünfter noch bester Deutscher in der Mainmetropole geworden war, belegte am Ende Platz 22 (5:08:23). Neben den Profis starteten auch rund 3.000 Amateursportler aus 83 Nationen über die verkürzte Distanz. 

Hitze zwingt Ironman Frankfurt zu Streckenkürzung

Aufgrund erwarteter Temperaturen von über 30 Grad hatten die Veranstalter in Abstimmung mit der Stadt am Freitag bekanntgegeben, die Wettkampfstrecken zu verkürzen. Die Radstrecke wurde von 180 auf 125 Kilometer reduziert, statt der Marathondistanz über 42,195 Kilometer wurde die Halbmarathondistanz absolviert. Die Schwimmstrecke blieb unverändert. Die 3,8 Kilometer im 29 Grad warmen Langener Waldsee wurden ohne Neoprenanzüge geschwommen.

Zum Auftakt wurden 3,8 Kilometer im 29 Grad warmen Langener Waldsee geschwommen.Uwe Anspach/dpa

Zum Auftakt wurden 3,8 Kilometer im 29 Grad warmen Langener Waldsee geschwommen.Uwe Anspach/dpa

© Uwe Anspach/dpa

„Diese Anpassungen wurden vorgenommen, um eine längere Hitzebelastung zu reduzieren und die Gesundheit der Athletinnen und Athleten zu unterstützen“, teilte der Veranstalter mit. Daneben wurden zahlreiche zusätzliche Maßnahmen zum Hitzeschutz umgesetzt. Dazu gehörten zusätzliche Kühlmöglichkeiten, mehr Wasser und Elektrolyte an den Verpflegungsstationen, schattigere Streckenabschnitte und eine verstärkte medizinische Betreuung.

Frankfurter Brandschutzbehörde empfahl Absage 

Der Veranstalter des Ironman Frankfurt, Daniel Gottschall, sagte dem hr, die für die Koordination der Einsatzkräfte bei Großveranstaltungen zuständige Frankfurter Brandschutzbehörde habe den Organisatoren am Freitag empfohlen, das Rennen abzusagen. „Mit dieser Empfehlung mussten wir arbeiten“, sagte Gottschall. Die Entscheidung, den Wettkampf stattdessen zu verkürzen, sei anschließend gemeinsam als Konsenslösung getroffen worden.

Die Streckenkürzung stieß jedoch nicht bei allen auf Verständnis. Einige Hobbysportler beklagten in Videos und Kommentaren in den sozialen Medien, sich über Monate und Jahre auf die langen Distanzen vorbereitet und zudem viel Geld für den Startplatz bezahlt zu haben. Aus ihrer Sicht wäre eine Verlegung oder Absage – wie beim ebenfalls an diesem Wochenende geplanten Ironman im französischen Nizza – die bessere Lösung gewesen.

Nur 125 statt 180 Kilometer mussten auf dem Rad zurückgelegt werden. Uwe Anspach/dpa

Nur 125 statt 180 Kilometer mussten auf dem Rad zurückgelegt werden. Uwe Anspach/dpa

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