Hitze: Hunderte zusätzliche Feuerwehr-Einsätze - 4 Badetote
Die Feuerwehr und auch die Polizei waren durch die Hitzewelle der letzten Tage in Berlin stark gefordert. Das zeigen die Zahlen der Notfalleinsätze. In den Kliniken wurde vor allem Ältere behandelt.
Wegen der Hitze leistete die Berliner Feuerwehr hunderte zusätzliche Einsätze. Carsten Koall/dpa
© Carsten Koall/dpa
Viele hundert zusätzliche Hilfseinsätze hat die Berliner Feuerwehr wegen der Hitze am Wochenende absolviert. Viele Menschen seien wegen Austrocknung, Hitzeschlag und weiteren Symptomen behandelt oder in Krankenhäuser gebracht worden, sagte Feuerwehrchef Karsten Homrighausen im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Vier Menschen seien ertrunken.
Am Sonntag habe es 2083 Einsätze durch die Feuerwehr gegeben, die meisten davon galten medizinischen Notfällen. Am Samstag waren es demnach 2055 Einsätze. An sonstigen vergleichbaren Tagen seien es im Durchschnitt 1500 bis 1700 Einsätze in Berlin.
„Also hunderte Einsätze mehr, nicht nur im Bereich des Rettungsdienstes, sondern auch in der Brandbekämpfung“, sagte Homrighausen. Die Feuerwehr sei „sehr stark belastet und auch ausgelastet“ gewesen.
Innensenatorin Iris Spranger (SPD) lobte die „sehr, sehr gute Idee“ der Polizei, mit Wasserwerfern an heißen Plätzen in der Stadt für Abkühlung zu sorgen. Viele Menschen hätten sich bedankt, auch bei den Touristen sei es gut angekommen, dass die Polizei sich bemüht habe, die Situation etwas zu erleichtern. Die Polizei habe zur Sicherheit auch vor den überfüllten Freibädern gestanden, dort sei es aber nach den Erkenntnissen nicht zu Zwischenfällen gekommen.
Die Berliner Innensenatorin lobte den Einsatz der Wasserwerfer der Polizei gegen die Hitze. Carsten Koall/dpa
© Carsten Koall/dpa
Vor allem ältere Menschen wegen Hitze in den Notaufnahmen
In den Notaufnahmen der Vivantes-Kliniken gab es in Bezirken mit einer älteren Bevölkerung deutlich mehr zu tun, sagte Pressereferentin Christina Bustorf. „Dort haben die Teams viele alte Menschen behandelt - vor allem mit starkem Flüssigkeitsmangel und Fieber.“ In den Kinderrettungsstellen seien vor allem Kleinkinder betroffen gewesen, die infolge der Hitze Fieber hatten oder an Schwäche und Überbelastung litten. „Dramatische Fälle sind glücklicherweise ausgeblieben.“
Tatsächlich hätten die Notaufnahmen mit noch mehr Patientinnen und Patienten gerechnet, so Bustorf. Die öffentlichen Hinweise im Vorfeld hätten die Berlinerinnen und Berliner offenbar für die gesundheitlichen Risiken der Hitze sensibilisiert.