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Heute kocht der Roboter: Modellversuch startet in Leipzig

Mehr als 14 Gerichte, darunter vegane Bowls und Kaiserschmarrn, werden im neuen Roboter-Restaurant frisch am Leipziger Hauptbahnhof zubereitet – und das ganz ohne menschliche Hände am Herd.

12.09.2026

An einem Touchpad werden die Gerichte ausgewählt und bezahlt.Sebastian Willnow/ dpa/dpa

An einem Touchpad werden die Gerichte ausgewählt und bezahlt.Sebastian Willnow/ dpa/dpa

© Sebastian Willnow/ dpa/dpa

Essen vom Roboterkoch: Am Leipziger Hauptbahnhof können die Menschen bald eine kulinarische Besonderheit probieren. Am Mittwoch (16. September) eröffnet dort ein Roboter-Restaurant. Im gut 60 Quadratmeter großen „Robyn’s“ steht kein Mensch am Herd, die Speisen werden von einem Roboter zubereitet.

14 Gerichte, darunter vegetarische und vegane, stehen zu Beginn auf der Menükarte: von Porridge über Salate, Pasta und Kaiserschmarrn bis hin zu asiatischen Gerichten. „Der Gast wählt am Touchpad das Essen aus und der Roboter bereitet alles frisch zu. In zwei bis sechs Minuten ist das Gericht fertig“, erläuterte Gründer Florian Schneider. Nach seinen Angaben ist es das erste Restaurant in Deutschland, in dem ein Roboter frische Speisen ohne menschliche Hilfe zubereitet.

Ein Roboterarm arbeitet im Restaurant im Leipziger Hauptbahnhof.Sebastian Willnow/ dpa/dpa

Ein Roboterarm arbeitet im Restaurant im Leipziger Hauptbahnhof.Sebastian Willnow/ dpa/dpa

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Die Gäste können dem stählernen Koch hinter der Scheibe bei der Arbeit zuschauen. Der Greifarm holt sich zunächst eine Pfanne, die Zutaten kommen auf das Gramm genau hinein und werden auf einem von acht Kochfeldern gegart. Das Essen wird in einer To-go-Bowl aus Pappe herausgegeben. Und das Beste: Der Roboter kümmert sich auch um den Abwasch, räumt die Spülmaschine ein und aus.

Axel Klein, Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Sachsen (Dehoga), hält das Angebot für eine gute Ergänzung im gastronomischen Angebot. „Innovationen sind immer gefragt, das sollte man mal ausprobieren. Da ist natürlich auch Show dabei, aber die Menschen werden interessiert zuschauen. Das wird funktionieren. Vor allem am Bahnhof, wo es um schnelles Essen geht.“

80 bis 120 Bowls pro Stunde möglich

Der autonome Küchenroboter ist vom Hamburger Unternehmen goodBytz gemietet und kann je nach Gericht zwischen 80 und 120 Bowls pro Stunde zubereiten. Die Rezepturen kommen von einem ehemaligen Sternekoch, wie Schneider erläuterte. Rund 100.000 Euro hat der Gastronom investiert und sieht Leipzig als Modellversuch. „Um profitabel zu sein, müssen wir etwa 150 Gerichte am Tag verkaufen. Wenn es funktioniert, wollen wir natürlich wachsen.“

Für den Gründer Florian Schneider ist das Roboterrestaurant ein Modellversuch.Sebastian Willnow/ dpa/dpa

Für den Gründer Florian Schneider ist das Roboterrestaurant ein Modellversuch.Sebastian Willnow/ dpa/dpa

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Den Standort in den Promenaden des Hauptbahnhofes der Messestadt sieht der 50-Jährige als optimal an. „Es ist eine hochfrequente Lage, jeden Tag kommen hier sehr viele Menschen vorbei.“ Zudem sei es die entspannteste Eröffnung gewesen, betonte der erfahrene Gastronom, der nach eigenen Angaben mehr als 100 Restauranteröffnungen geleitet hat.

Das Konzept ist auch eine Antwort auf ein drängendes Problem in der Gastronomie: das Personal. Es wird nur ein Mitarbeiter im Geschäft sein, wie Schneider erklärte. Dieser muss die Magazine mit den Zutaten immer wieder bestücken und dient den Kunden vor allem in der Anfangszeit als Ansprechpartner und erklärt die Vorgänge.

Noch ein Roboter für Getränke

Es gebe einen Trend zum effizienteren Arbeiten mit geringen Kosten, betonte Sachsens Dehoga-Chef Klein. „Hier wird Personal gespart, schließlich wird die Ressource Mensch immer teurer.“ Auch bei der Hygiene sieht Klein keine Probleme. Das zuständige Veterinäramt wird die Abläufe kontrollieren. „Der Roboter bekommt klare Standards programmiert, die er dann ausnahmslos ausführen wird. Er wird auch nicht krank oder überträgt Keime durch eine leichte Erkältung oder einen Schnupfen.“

Für die Getränke im „Robyn’s“ ist ein weiterer Roboter eines Schweizer Unternehmens zuständig. Hinter einer Scheibe werden vom Greifarm 35 Getränke zubereitet - zehn verschiedene Kaffees, frische Limonaden und alkoholfreie Mocktails.

An einem Touchpad werden die Gerichte ausgewählt und bezahlt.Sebastian Willnow/ dpa/dpa

An einem Touchpad werden die Gerichte ausgewählt und bezahlt.Sebastian Willnow/ dpa/dpa

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Das Robyn’s hat jeden Tag von 10.00 bis 22.00 Uhr geöffnet.Sebastian Willnow/ dpa/dpa

Das Robyn’s hat jeden Tag von 10.00 bis 22.00 Uhr geöffnet.Sebastian Willnow/ dpa/dpa

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