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Hessens Wirte hoffen auf Biergarten-Schub im September

Sommerliche Wetteraussichten könnten Hessens Lokalen mit Außenbereich noch einmal zahlreiche Gäste bescheren. Nach einem schwierigen ersten Halbjahr können die Wirte einen guten Herbst gebrauchen.

04.09.2026

Sommerliche Wetteraussichten laden in den kommenden Tagen zum Draußensitzen ein. (Archivbild)Hannes P Albert/dpa

Sommerliche Wetteraussichten laden in den kommenden Tagen zum Draußensitzen ein. (Archivbild)Hannes P Albert/dpa

© Hannes P Albert/dpa

Nach einem mauen ersten Halbjahr hofft das hessische Gastgewerbe auch dank nochmals sommerlicher Wetteraussichten auf einen Schub im Herbst. „September ist eine wunderbare Biergartenzeit“, sagte der Präsident des Branchenverbandes Dehoga Hessen, Robert Mangold, der Deutschen Presse-Agentur. 

Nicht nur die noch milden und langen Abende laden nach seinen Worten zum Draußensitzen ein, auch tagsüber könnten die Gäste jetzt in Restaurants und Cafés mit Außenbereichen deftige Schmankerl oder saftigen Zwetschenkuchen genießen. Lebensmittel wie Wildfleisch, Kürbisse und Pilze würden in den Restaurantküchen jetzt gerne verwendet und finden sich vielerorts auf Speisekarten. 

Von Apfelwein bis Federweißer

Beim Getränkeangebot könnten die Gäste in den Lokalen nun ebenfalls unter saisonalen Spezialitäten wählen - vom Federweißen über den Süßen bis hin zum hessischen Nationalgetränk Apfelwein. Manche Keltereien wie der Obsthof am Steinberg aus Frankfurt-Nieder-Erlenbach hätten sich mittlerweile sogar auf Jahrgangsapfelweine spezialisiert. 

Die heißen Tage in diesem Sommer hätten viele Wirte und auch ihr Personal vor Herausforderungen gestellt, sagte Mangold. Vor allem in innerstädtischen Lokalen sei es für warmes Essen an manchen Tagen viel zu heiß gewesen, stattdessen habe man sich „an Kaltem erfreut“ - etwa an kühlen Getränken. Schatten sei natürlich in der Außengastronomie ein Muss gewesen. 

Umsatzminus im ersten Halbjahr

Vor allem aber habe die allgemein schwierige wirtschaftliche Lage angesichts weltweiter Krisen und Konflikte auch dem hessischen Gastgewerbe in diesem Jahr zu schaffen gemacht. Viele Menschen halten angesichts von Preisanstiegen ihr Geld zusammen, was sich auch im Handel bemerkbar macht.

Im ersten Halbjahr seien die Umsätze der Betriebe im hessischen Gastgewerbe preisbereinigt um knapp sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum geschrumpft, sagte Mangold. Man hoffe, dass das Jahr dennoch geschäftlich für die Betriebe versöhnlich zu Ende gehe, auch dank traditioneller Weihnachtsfeiern im November und Dezember des Jahres. Trotz der Umsatzeinbußen im ersten Halbjahr habe sich die Branche im siebten Jahr seit der Corona-Krise robust gezeigt und lasse sich nicht entmutigen, sagte Mangold.