Heiß, heißer, „Hartmut“: Knacken wir die 40-Grad-Marke?
Wird es am Wochenende so heiß wie noch nie? Der Deutsche Wetterdienst sagt extrem hohe Temperaturen voraus. Danach scheint Abkühlung in Sicht zu sein.
In den nächsten Tagen wird es heiß. Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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Das Hoch „Hartmut“ bringt Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in den nächsten Tagen extreme Hitze. „Die Aussichten sind wirklich hochsommerlich heiß - und rekordverdächtig heiß noch dazu“, sagte Meteorologe Jens Oehmichen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig. Am Wochenende könne es in der Region so warm wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden.
40 Grad am Wochenende?
Laut Oehmichen steigen die Temperaturen in den nächsten Tagen beständig an. Am Samstag und am Sonntag würden in den drei Ländern verbreitet 39 bis 40 Grad erreicht. Verantwortlich dafür sei das Hoch „Hartmut“.
Die bisherige Rekordtemperatur in der Region wurde am 20. Juli 2022 mit 40,0 Grad in Huy-Pabstorf in Sachsen-Anhalt gemessen. Den Rekordwert für Sachsen gibt der DWD mit 39,8 Grad an, gemessen am 20. August 2012 in Dresden-Hosterwitz. Der Spitzwert für Thüringen stammt vom 30. Juni 2019 mit 38,8 Grad an der Sternwarte in Jena.
„Die 40,0 gilt es zu überbieten - und ich bin ganz optimistisch, dass wir das schaffen“, sagte Oehmichen. Die Sonne scheine derzeit fast ungehindert vom nahezu wolkenlosen Himmel. Da jetzt die Zeit des Sonnenhöchststandes im Jahresverlauf sei, strahle sie noch dazu mit voller Energie und sorge für die ungewöhnlich hohen Temperaturen.
Regen und Abkühlung erst nächste Woche
Abkühlung ist dann laut DWD in der nächsten Woche in Sicht. Bereits Sonntag sollen von Westen her Schauer und Gewitter aufziehen. Sie erreichen zuerst Thüringen und Sachsen-Anhalt, später auch Sachsen. „Es ist noch nicht ganz klar, wie heftig das ausfallen wird. Es kann unwetterartig sein, muss aber nicht“, sagte Oehmichen.
Mit den Niederschlägen käme auch deutlich kühlere Luft aus dem Nordseeraum in die Region. Hoch „Hartmut“ verabschiede sich dann und Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gerieten unter den Einfluss von atlantischen Tiefausläufern.