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Heavy-Metal-Festival startet - Was Besucher erwartet

Das Festival feiert Jubiläum: Stars wie Def Leppard und Judas Priest werden erwartet. Worauf sich Gäste einstellen sollten und können - von Hitze bis zum Bierpreis.

28.07.2026

Das Wacken Open Air (W:O:A) steigt zum 35. Mal. (Archivbild)Axel Heimken/dpa

Das Wacken Open Air (W:O:A) steigt zum 35. Mal. (Archivbild)Axel Heimken/dpa

© Axel Heimken/dpa

Mit dem Wacken Open Air (W:O:A) nähert sich die deutsche Festivalsaison stets ihrem Ende. Am Mittwoch beginnt die 35. Ausgabe des weltbekannten Heavy-Metal-Festivals im Norden. Ein Teil der erwarteten rund 85.000 Besucherinnen und Besucher ist bereits mit Bahn, Bus, Auto oder dem Wohnmobil in das kleine Dorf mit gut 2.000 Einwohnern nach Schleswig-Holstein gekommen. Was die Metalheads, wie sich die Metalfans selbst nennen, bis einschließlich Samstag erwartet:

Bierpreis zum 35. Jubiläum

Das Festival feiert in diesem Sommer die mittlerweile 35. Ausgabe. Nur zweimal in den Jahren der Corona-Pandemie war das 1990 gegründete Festival 2020 und 2021 ausgefallen. Den Bierpreis haben die Veranstalter um 70 Cent je Liter auf 13,80 Euro gesenkt. Bei der neuen Bechergröße von 0,5 Liter sind es passend zum Jubiläum 35 Cent weniger. „Das soll ein Signal an unsere Fans sein, damit einer richtigen Party nichts im Wege steht“, kündigte Festival-Gründer Thomas Jensen an.

Wer auf der Bühne steht

Wacken steht für die ganze Breite der Metal-Musik, regelmäßig stehen Stars der Szene auf einer der acht Bühnen im Norden. Dieses Mal haben unter anderem die Bands Judas Priest, Def Leppard, Powerwolf, Hämatom, In Flames und Saxon sowie Heavysaurus, Uli Jon Roth, Arch Enemy, Yngwie Malmsteen und Rose Tattoo zugesagt.

Blick Richtung Himmel

Rain or shine - ob Regen oder Sonnenschein: So lautet ein Motto der Metalheads. Im vergangenen Jahr hatte stetiger Regen Fans und Veranstaltern mächtig Probleme bereitet. Für die kommenden Tage sagt Meteorologe Patrick Suter vom Deutschen Wetterdienst allerdings besseres Wetter voraus: „Es geht erstmal steil nach oben über die nächsten Tage. Wir haben Hochdruckeinfluss, mit dem wird es zunehmend sehr warm, es wird heiße Luft weit in den Norden gebracht.“

Am Mittwoch werden bei sonnigem Wetter Höchstwerte von 29 bis 30 Grad erwartet, zum Donnerstag hin soll es noch etwas heißer werden mit 30 bis 31 Grad. „Ab Donnerstagnachmittag wird das Potenzial für Gewitter zunehmen“, sagte Suter. Das größte Risiko bestehe nach der aktuellen Vorhersage für den Südosten Schleswig-Holsteins. „Das ist aber noch nicht in Stein gemeißelt.“

Schauer und Gewitter könnten sich auch am Freitag sowie in der Nacht zum Samstag fortsetzen. Es soll dann mit 22 bis 23 Grad wieder angenehm warm sein. Für den Samstag erwartet der DWD ruhigeres Wetter: „Mit ein bisschen Glück bleibt es trocken.“

Das ist neu

Die Veranstalter haben Konsequenzen aus den Wetterkapriolen des vergangenen Jahres gezogen. Sie haben viele Wege befestigt, unter anderem einen 850 Meter langen Schotterweg, vor allem für Rettungskräfte. Die Ausgaben bezifferten die Veranstalter im Vorfeld mit deutlich mehr als eine halbe Million Euro. 2025 hatten tagelange Regenfälle Teile des Geländes unter Wasser gesetzt.

Von den ursprünglichen Plänen, auch Teile des Infields, wie der Bereich vor den beiden Hauptbühnen bezeichnet wird, haben sie jedoch wieder abgesehen. Die Mittel gingen dagegen in Schotter und Platten für Wege, um besser zwischen den Bühnen wechseln zu können. Außerdem versprechen sie mehr Schutzmöglichkeiten für Sonne und Regen und auch mehr Sitzgelegenheiten.

Kein Bargeld

Bargeld ist seit Jahren kein Thema mehr auf dem W:O:A. Fans zahlen digital mit einem Chip, der in ihr Festivalbändchen integriert ist. Damit das klappt, müssen sie vorher Guthaben online, mit dem Handy oder an speziellen Stationen auf dem Gelände aufladen.

Mehr als 80.000 Metalfans werden erwartet. (Archivbild)Axel Heimken/dpa

Mehr als 80.000 Metalfans werden erwartet. (Archivbild)Axel Heimken/dpa

© Axel Heimken/dpa

Bis in der Nacht zum Sonntag wollen die Metalheads feiern. (Archivbild)Frank Molter/dpa

Bis in der Nacht zum Sonntag wollen die Metalheads feiern. (Archivbild)Frank Molter/dpa

© Frank Molter/dpa