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Hat sich Schiri verzählt? Wetzlar verzichtet auf Einspruch

Aufregung in der Handball-Bundesliga: Wetzlar jubelt über das vermeintliche Siegtor gegen Eisenach - doch es zählt nicht. Der Club erwägt zunächst einen Einspruch, verzichtet dann aber darauf.

08.09.2026

Beim Handballspiel in Wetzlar gab es Schiedsrichter-Ärger. (Symbolbild)Tom Weller/dpa

Beim Handballspiel in Wetzlar gab es Schiedsrichter-Ärger. (Symbolbild)Tom Weller/dpa

© Tom Weller/dpa

Handball-Bundesligist HSG Wetzlar sieht sich aufgrund einer strittigen Schiedsrichter-Entscheidung um den Sieg gegen den ThSV Eisenach gebracht, verzichtet aber auf den zunächst erwogenen Einspruch gegen die Spielwertung. 

„Nach eingehender interner Beratung sowie einer sportlichen und rechtlichen Bewertung der spielentscheidenden Szene haben sich Geschäftsführung und Trainerteam der HSG Wetzlar zu diesem Schritt entschieden“, teilten die Hessen mit. Die Angelegenheit sei für den Verein damit abgeschlossen. 

Unmittelbar nach dem 31:31 am Montagabend hatte Sport-Geschäftsführer Michael Allendorf noch erklärt: „Wir sind der Meinung, dass wir die Pflicht haben, das nachzuverfolgen - auch den Jungs gegenüber.“ Nach einer Prüfung des Sachverhalts sei man jedoch zu der Überzeugung gelangt, „dass eine weitere rechtliche Auseinandersetzung für uns nicht der richtige Weg ist und wir die Tatsachenentscheidung akzeptieren“, hieß es in der Mitteilung.

Verwirrung um Zählweise bei den Pässen

Das war der Auslöser des Ärgers: Wenige Sekunden vor Spielende kam Wetzlar in Ballbesitz. Die Schiedsrichter zeigten das Vorwarnzeichen für passives Spiel an, danach sind laut Reglement für die angreifende Mannschaft nur noch vier Pässe erlaubt. Die Schiedsrichter werteten nun die Weitergabe an Nikolaj Læsø, der den Ball zum vermeintlichen 32:31-Siegtreffer im Tor untergebracht hatte, als fünften Pass und gaben das Tor nicht. 

„Wir sind der Auffassung, dass der letzte Pass zu Nikolaj der vierte Pass war und die Aktion deshalb nicht wegen passiven Spiels hätte abgepfiffen werden dürfen“, sagte Allendorf zu der Szene. Sowohl für Wetzlar als auch Eisenach bedeutete das Remis den ersten Punkt am dritten Spieltag der Handball-Bundesliga.