Hat ein Rallye-Auto den großen Waldbrand ausgelöst?
Flammen schlagen aktuell im Landkreis Birkenfeld aus dem Wald, es steigt dichter Rauch auf. Was könnte eine Rallye-Testfahrt damit zu tun haben?
Um die 200 Feuerwehrleute und andere Einsatzkräfte sind aktuell vor Ort und bekämpfen die Flammen.Christian Schulz/Foto Hosser/dpa
© Christian Schulz/Foto Hosser/dpa
Auf rund zehn Hektar Fläche wütet im Landkreis Birkenfeld aktuell ein Wald- und Wiesenbrand. Die Flammen seien noch nicht unter Kontrolle, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Aus dem betroffenen Gebiet zwischen Reichenbach und Kronweiler steige viel Rauch auf. Den Menschen in der Region wurde deshalb in einer Warnmeldung der Integrierten Leitstelle Trier empfohlen, ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungen sowie Klimaanlagen abzuschalten. Autofahrer sollten das Gebiet demnach außerdem großräumig umfahren.
Aktuell versuchen die Einsatzkräfte zu verhindern, dass der Brand auf weitere Bereiche übergreift. Dafür sind auch Panzer der Bundeswehr im Einsatz: Sie schlagen Schneisen in den Wald, um Abschnitte zu schaffen, wie die Kreisverwaltung mitteilte. „Innerhalb der brennenden Abschnitte gibt es immer noch große Brandnester“, hieß es. Hubschrauber fliegen derzeit über dem Gebiet, um den Einsatzkräften ein besseres Bild von der Lage zu verschaffen, und helfen zudem bei den Löscharbeiten.
Auslöser wohl brennendes Auto
Das Feuer sei der Einsatzleitung zufolge von einem in Brand geratenen Auto ausgelöst worden, so die Kreisverwaltung. Von dort aus habe sich das Feuer im Gelände rasant ausgebreitet. Der Rauch ziehe in Richtung Kronweiler, Frauenberg und Idar-Oberstein.
Bei dem Wagen handelte es sich laut Polizei um ein Rallye- oder Rallye-ähnliches Auto. Bernd Alsfasser (FWG), der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Baumholder, sagte dem SWR, dass in dem Gebiet eine Testfahrt für eine Rallye angemeldet gewesen war. Es habe wahrscheinlich einen technischen Defekt gehabt und angefangen zu brennen. Am Wochenende findet in der Eifel-Mosel-Region eine Rallye statt.
Hilfe von Bundeswehr und U.S.-Streitkräften
Etwa 220 Einsatzkräfte bekämpfen laut der Kreisverwaltung aktuell die Flammen. Unterstützt werden die Löscharbeiten von den Feuerwehren der Bundeswehr und der U.S.-Streitkräfte, sagte ein Sprecher der Leitstelle. Die Maßnahmen werden ihm zufolge allerdings dadurch erschwert, dass sich die Winddynamiken ständig verändern.