Handwerker bringen Senior um 19.500 Euro
Fast 20.000 Euro hat ein 89-Jähriger aus Heider bereits bezahlt, als er weitere 20.000 Euro abheben soll. Dann wird eine Bankmitarbeiterin misstrauisch.
Mutmaßliche Betrüger nehmen einen 89-Jährigen ins Visier. Erst als er weitere 20.000 Euro bei der Bank abheben will, fliegt die Masche auf. (Symbolbild)Bernd Weißbrod/dpa
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Unseriöse Handwerker haben einem 89 Jahre alten Mann und seiner Ehefrau in Heide (Kreis Dithmarschen) rund 19.500 Euro abgenommen. Die Männer hatten sich am vergangenen Freitag als Handwerker ausgegeben und dem Ehepaar Gartenarbeiten angeboten, wie die Polizei mitteilte. Für die noch am selben Tag erledigten Arbeiten verlangten sie demnach 8.400 Euro in bar und ohne Rechnung.
Anschließend boten die Männer den Angaben zufolge Reparaturarbeiten an der Garage an. Dafür zahlte das Ehepaar demnach weitere 9.400 Euro. Am Montag forderten die Tatverdächtigen nach Polizeiangaben weitere 20.000 Euro, weil der Schaden an der Garage angeblich größer sei als zunächst angenommen. Einer der Männer habe den 89-Jährigen daraufhin zur Bank begleitet, während sein Komplize bei dessen Ehefrau geblieben sei.
Tatverdächtiger weiter flüchtig
Eine Bankmitarbeiterin sei angesichts der hohen angeforderten Auszahlung von 20.000 Euro misstrauisch geworden und habe die Polizei informiert. Zu den bis dato 17.800 gezahlten Euro, kamen laut Polizei noch knapp 1.700 Euro Gebühren hinzu, sodass der Senior zu diesem Zeitpunkt bereits rund 19.500 Euro übergeben.
Die Polizei habe den Begleiter des Mannes bei der Bank nicht mehr angetroffen. Seinen mutmaßlichen Komplizen, einen 26-Jährigen aus Stade, konnten die Beamten jedoch vorläufig festnehmen. Die Ermittlungen zu seinem Begleiter dauern an. Aufgrund des aufmerksamen Eingreifens der Bankmitarbeiterin habe der Senior die zusätzlichen 20.000 Euro nicht mehr übergeben.
Die Polizei warnt insbesondere ältere Menschen davor, unbekannte Handwerker unangekündigt ins Haus zu lassen. Sie rät, Arbeiten grundsätzlich selbst zu beauftragen, mehrere Angebote einzuholen und sich einen schriftlichen Kostenvoranschlag geben zu lassen. Hohe Bargeldzahlungen und spontane Bankabhebungen sollten vermieden werden.