Hamburg will Ukrainisch als Abiturfach einführen
Ukrainisch lässt sich bislang in Hamburg nicht als Abiturfach wählen – anders als etwa Russisch, Türkisch, Arabisch oder Chinesisch. Welche Schritte der Senat nun für die Anerkennung einleiten will.
Neun Hamburger Schulen bieten derzeit fast 20 Ukrainisch-Kurse an. (Symbolbild)Robert Michael/dpa
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Hamburg will Ukrainisch als Abiturprüfungsfach einführen. Die Hamburgische Bürgerschaft beauftragte den Senat, einen entsprechenden Rahmenplan zu erarbeiten und zu implementieren. Außerdem soll sich der Senat darum kümmern, dass ausreichend Lehrkräfte für ein Abiturprüfungsfach Ukrainisch zur Verfügung stehen. Zuletzt soll sich die Landesregierung auf Bundesebene für die Anerkennung von Ukrainisch als Abiturprüfungsfach starkmachen.
Aus Sicht von SPD und Grünen leistet ihre Initiative „einen Beitrag zu einer
vielfältigen Hamburg Stadtgesellschaft, die eine wichtige Grundlage für den Erfolg der Stadt als starke und lebenswerte Metropole ausmacht“. Insgesamt besuchten laut dem rot-grünen Antrag im Schuljahr 2024/2025 rund 5.550 ukrainischsprachige Kinder und Jugendliche eine Hamburger Schule. Sie lernten dort Deutsch, wollten aber häufig auch die Sprachkenntnisse in ihrer Muttersprache oder auch Inhalte zur ukrainischen Kultur und Geschichte vertiefen.
Aktuell böten deshalb bereits neun Schulen insgesamt 19 Ukrainisch-Kurse an. Anders als etwa Russisch, Türkisch, Arabisch oder Chinesisch kann Ukrainisch bislang im Abitur aber nicht als Prüfungsfach gewählt werden. Um das zu ermöglichen, soll der Senat nun einen Rahmenplan erarbeiten und ausreichend Lehrkräfte beschäftigen, die einen durchgängigen Unterricht in der Sekundarstufe II garantieren und Abituraufgaben stellen können. Zudem braucht es eine Einigung in der Kultusministerkonferenz der Länder.