Hamann: „An der Zeit, Neuendorf und Rettig zu hinterfragen“
Aktuell wird vor allem darüber diskutiert, ob Fußball-Bundestrainer Julian Nagelsmann nach dem frühen WM-Aus weitermachen darf. Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann denkt auch an die DFB-Führung.
Die Kritik nach dem deutschen WM-Aus weitet sich auf DFB-Geschäftsführer Rettig (l.) und Präsident Neuendorf (r.) aus. (Archivbild)Christian Charisius/dpa
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Die Kritik nach dem erneut unerwartet frühen WM-Aus hat auch die DFB-Spitze erreicht. Sky-Experte Dietmar Hamann nannte namentlich Präsident Bernd Neuendorf und DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig, deren Entscheidungen hinterfragt werden müssten.
„Man muss auch mal die Führung des DFB infrage stellen“, sagte Hamann, dem insbesondere der Vertrag des arg kritisierten Bundestrainers Julian Nagelsmann bis zur EM 2028 nicht gefällt: „Wir haben vor zwei Jahren eine durchschnittliche EM gespielt und eine schlechte Quali. Und trotzdem wird der Vertrag dieses Bundestrainers verlängert. Ich glaube, es ist an der Zeit, die Herren Neuendorf und Rettig zu hinterfragen, wie das passieren konnte.“
Nach dem überraschenden WM-Aus nach Elfmeterschießen im Sechzehntelfinale gegen Außenseiter Paraguay gab es auch Kritik daran, dass sich von den Verantwortlichen niemand mehr kritischen Fragen gestellt habe. Anstatt einer Abschluss-Pressekonferenz wie nach der EM 2021 oder Fragerunden nach der WM 2022 und der EM 2024 hatte es diesmal lediglich ein per Video vom DFB verbreitetes Statement von Neuendorf ohne Möglichkeit, Fragen zu stellen, gegeben.