Hallervorden kritisiert Unvereinbarkeitsbeschluss zur Linken
Mit scharfen Worten gegen Kanzler Merz und die CDU im Bund tritt „Didi“ Hallervorden vor der Wahl in Sachsen-Anhalt auf. Den CDU-Spitzenkandidaten unterstützt er trotzdem.
Schauspieler „Didi“ Hallervorden unterstützt im Landtagswahlkampf CDU-Ministerpräsident Sven Schulze. Heiko Rebsch/dpa
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Schauspieler und Theatermacher Dieter „Didi“ Hallervorden (90) hat den Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU zur Linken scharf kritisiert. „Ich halte es auch für einen schweren Fehler“, sagte Hallervorden in Halle (Saale) bei einem Fest für Demokratie und Zusammenhalt. Das sei „totaler Quatsch“ und „total überholt“, sagte Hallervorden, der im Landtagswahlkampf CDU-Ministerpräsident Sven Schulze unterstützt.
Merz „nötig wie eine Schnecke beim Hürdenlauf“
Gleichzeitig kritisierte Hallervorden aber CDU-Bundeskanzler Friedrich Merz scharf. „Ich unterscheide einfach zwischen Landespolitik und Bundespolitik“, sagte der in Dessau (Sachsen-Anhalt) geborene Theatermacher. Die Probleme würden von den Parteien in Sachsen-Anhalt gelöst. „Merz ist dafür wirklich so wenig nötig wie eine Schnecke beim Hürdenlauf.“
In Sachsen-Anhalt wird am Sonntag ein neuer Landtag gewählt. Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze lag zuletzt in Umfragen deutlich hinter der AfD. Für den Fall, dass die AfD an die Macht kommen sollte, kündigte Hallervorden an, mit seinem Mitteldeutschen Theater in Sachsen-Anhalt bleiben zu wollen. „Ich bleibe hier im Land und werde weiter kämpfen. Ich verlasse das sinkende Schiff auf keinen Fall.“
In einem Bundesparteitagsbeschluss von 2018 hat sich die CDU darauf festgelegt, dass „Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit“ weder mit der AfD noch mit der Linken infrage kommen. Falls die AfD in Sachsen-Anhalt die absolute Mehrheit verpasst, könnte eine mögliche Minderheitsregierung der CDU, etwa mit der SPD und den Grünen, bei Abstimmungen im Landtag auf die Linke angewiesen sein.