Hainer über FIFA-Boss Infantino: „Sehr viel Druck da“
Der FC Bayern hat die Vorgänge um den geplatzten FIFA-Investorendeal scharf kritisiert. Der Vereinspräsident der Münchner sieht einen Verstoß gegen verantwortungsvolle Unternehmensführung.
Herbert Hainer kritisierte die FIFA-Investorenpläne. (Archivbild)Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Bayern Münchens Vereinspräsident Herbert Hainer will keine voreilige Debatte über ein mögliches Aus von FIFA-Präsident Gianni Infantino führen. „Das kann ich jetzt nicht sagen. Das entscheiden die Mitgliedsländer. Fakt ist, dass sehr viel Druck da ist, um das Ganze aufzuklären, wie es überhaupt so weit kommen konnte, das ein Vorschlag da ist, ohne dass die ganzen Konföderationen einbezogen sind“, sagte Hainer im Rahmen der Asien-Tour des deutschen Fußball-Rekordmeisters in Südkorea.
Infantino hatte nach massivem Widerstand Pläne zurückgezogen, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils der kommerziellen Rechte der FIFA etwa an der Weltmeisterschaft eine Milliardensumme einzuspielen. Nun wird auch über die Zukunft des Schweizers diskutiert.
Hainer: Kommerzialisierung muss Grenzen haben
„Es steht mir nicht zu, über einzelne Personen zu urteilen. In so einer Situation sind die Urteile meist auch durch das momentane Ereignis beeinflusst“, sagte Hainer, der Infantinos Investorenpläne aber als „groben Verstoß gegen Corporate Governance“, also verantwortungsvolle Unternehmensführung, wertete. „Die Kommerzialisierung gehört zum Sport dazu, muss aber auch bestimmte Grenzen haben.“
Der 72 Jahre alte Hainer war in der Sache bereits am Vortag deutlich geworden. „Es ist ein Glück, dass dieser Spuk so schnell vorbeigegangen ist wie er gekommen ist, und dass diese aberwitzige Idee vom Tisch ist“, hatte er kurz vor dem Abflug nach Südkorea das Aus für die Investorenpläne kommentiert.